PRESSEMELDUNG 5/12/08

Medizin/Gesundheit – No Embargo


vlnr: Lahnsteiner, Trubel,  Bayer, Trnka, Steyrer

www.wundheilung-doebling.com

TEAMKOMPETENZ & „HINWENDUNGSMEDIZIN“

Wien. Chronische Wunden sind mühsam, wenig elegant, übel riechend und kein Zielgebiet für all jene, die den „leichten, telegenen Erfolg“ suchen. Deshalb leiden Tausende ÖsterreicherInnen oft still daran, da sie vielfach keine oder nur wenig kompetente Hilfe finden. Teils, weil das Gesundheitssystem zeitaufwendige Behandlungen nicht honoriert - teils, weil das Wissen mangelhaft ist. Der letzte Platz Österreichs innerhalb der EU in Sache Diabetes spricht Bände. – Neben Diabetes gehören gefäßbedingte Erkrankungen zu den häufigsten Ursachen chronischer Wunden. Vor rund einem Jahr startete in Wien ein engagierter Versuch – die österreichweit erste interdisziplinäre Spezialpraxis zur Behandlung chronischer Wunden. Die „medizinische Drehscheibe“ ist die Wundheilungsspezialistin Dr. Elisabeth Lahnsteiner – die Kompetenzpartner kommen aus Dermatologie, Gefäßchirurgie, Orthopädie und Plastischer Chirurgie. Eine Erfolgsgeschichte mit geplanten Fortsetzungen, denn bald kommen auch Innere Medizin und Schmerztherapie hinzu. MedCommunications lud zum Interview.

Der Erfolg des Teamkonzepts ist leicht erklärt. Eine/r kann weder alles wissen noch können. Kollektive Intelligenz und Expertise führen rascher zum Erfolg als der bemühteste „Einzelkämpfer“. Für die PatientInnen, die oft eine jahrelange Odysse von einer Ordination zur anderen – von hektischen Ambulanzen in permanenter Zeitnot ganz zu schweigen - hinter sich haben, eine Art Erlösungsereignis. Die Erfolge sind eindrucksvoll. Trotz der Tatsache, dass hier vor allem „schwierige Fälle“ landen, konnten durch die Teamkompetenz zu 100% Amputationen vermieden werden.

Systemmängel als Motor

In Hintergrund spielen verschiedene Faktoren ihre unrühmliche Rolle. Auf PatientInnenseite wird oft viel zu lange gewartet. Erst nach monatelangem „Herumdoktern und Salbenschmieren“ wird ärztliche Hilfe beansprucht. Leider gibt es aber gleichzeitig massiver Mängel in der Behandlung des Diabetes oder venöser Erkrankungen, bei denen oberflächliche Anzeichen wie Krampfadern jahrelang nur symptomatisch behandelt werden, ohne die zugrunde liegende Gefäßerkrankung zu sanieren. Einer eigenen Auswertung zu Folge wurde bei 1/3 dieser PatientInnen dennoch noch nie ein „Gefäßstatus“ gemacht . . .


Wer macht was?

Dem stemmt sich in der „WundOrdination im Ordinationszentrum Döbling“ ein interdisziplinäres Kompetenzteam entgegen. „Einlaufstelle“ ist die Initiatorin und Allgemeinmedizinerin Dr. Elisabeth Lahnsteiner. Sie erstellt das individuelle Wundbehandlungskonzept, führt die lokale Wundbehandlung durch und reicht ggf. zur fachärztlichen Begutachtung weiter. 


Eine häufige Ursache für chronische Wunden sind venöse oder arterielle Durchblutungsstörungen. Daher ist es wesentlich, entsprechende Funktionsstörungen abzuklären. Das ist die Domäne des Gefäßchirurgen Prim. Univ. Prof. Dr. Wolfgang Trubel. Er ist als Experte in der Lage, aus dem Fundus der gefäßchirurgischen Möglichkeiten die schonendste, aber auch effektivste Methode oder Methodenkombination zu wählen.


Hautspezialist Prim. Dr. Kurt Steyrer ist für differentialdiagnostische Abklärungen und immunologisch oder tumorös bedingte Hauterkrankungen zuständig. Heilungskomplizierende Faktoren wie Kontaktekzeme und Allergien gehören zu seinem Spektrum.


Besonders interessant - und in Österreich noch höchst selten - ist der Beitrag von Univ. Doz. Dr. Hans-Jörg Trnka. Er gibt an, „Fuß-Statiker“ zu sein. Was auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich klingt, ist auf den zweiten höchst plausibel. Ist die „Fußarchitektur“ gestört, ist die Wundheilung massiv beeinträchtigt. Das zugehörige Fachgebiet heißt „Fuß-Chirurgie“ und zählt zur Orthopädie. 


Der plastische Chirurg OA Dr. Gottfried-Sebastian Bayer tritt in Aktion, wenn eine Defektdeckung durch Hautransplantation oder Gewebetransfer nötig ist oder eine stark mit funktionslosem Geweberesten und Zellbestandteilen belegte Wunde operativ gereinigt werden muss.

Hinwendungsmedizin als Erfolgs-Geheimnis

PatientInnen, die in die „Wundordination“ kommen, sind vielfach vom jahrelangen Leiden gezeichnet oder gewöhnt, dass sie niemand „haben“ will. Prim. Steyrer nennt als einen der Hauptgründe des Team-Erfolges den Faktor „Hinwendungsmedizin“. Das schätzen in der „Wundordination Döbling“ PatientInnen aus allen sozialen Schichten. Nicht nur die medizinisch-wissenschaftliche Kompetenz zählt, sondern auch die psychologisch menschliche Dimension.
Rückfragen:


WUNDORDINATION im Ordinationszentrum der Privatklinik Döbling
Dr. Elisabeth Lahnsteiner
Heiligenstädterstr. 46- 48, 1190 Wien
Ordinationszeiten: Di. 9.00 -14.00 | Fr. 9.00 - 14.00 und nach telefonischer Vereinbarung
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