PRESSEMELDUNG 28.8.08
Medizin, Gesundheit - No embargo
Wer kennt schon „Transkulturelle Psychiatrie“?
(IntMedCom,WAS, Düsseldorf/Hamm; D) Der zweite gemeinsame Kongress zum Thema "Transkulturelle Psychiatrie" (TKP) im Deutschsprachigen Raum ermöglicht einen Einblick in dieses hierzulande noch wenig bekannte Forschungsgebiet. Mehr als 300 ExpertInnen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich diskutieren vom 26. bis 28. September 2008 an der Universität Wien Fragen der psychiatrischen Gesundheitsversorgung unserer Europäischen Zuwanderungs-Gesellschaften. Die in den USA ansässige „World Psychiatric Association“ unterstützt den Kongress ebenfalls explizit.
Die TKP ist als Forschungsgebiet im englischsprachigen Raum bereits weit verbreitet. "Im Rahmen der psychiatrischen Betreuung von Menschen, die außerhalb unseres Kulturkreises sozialisiert wurden und der deutschen Sprache nicht mächtig sind, hilft es nicht alleine, die gesprochenen Worte zu übersetzen. Man muss etwas von der Kultur verstehen. Und das ist – nicht nur in der Psychiatrie - eine enorme Herausforderung", nennt Prof. Dr. Karl H. Beine, Lehrstuhlinhaber für Psychiatrie und Psychotherapie an der Wittener Universität, das Problem beim Namen. Alleine in Deutschland leben derzeit rund 7 Mio. AusländerInnen. Um für diese Bevölkerungsgruppe eine angemessene psychiatrische Behandlung gewährleisten zu können, müssen Erkenntnisse aus dem Bereich der Transkulturellen Psychiatrie tagtäglich in der Praxis umgesetzt werden.
"Beim Kongress soll die praktische Relevanz für die tägliche Gesundheitsversorgung unterstrichen werden", so Kongress-Präsidentin Dr. Solmaz Golsabahi im Gespräch mit MedCommunications. Die anerkannte Expertin organisiert die internationale Veranstaltung und legt auf die Praxisnähe der Inhalte großen Wert. "Nicht nur als Teilgebiet der Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie wird die Transkulturelle Psychiatrie in Zukunft ein entscheidendes und unverzichtbares Fachgebiet sein. Letztlich wird uns die allgemeine Entwicklung dazu zwingen, spezielle Erkenntnisse einer ‚Transkulturellen Medizin’ in die Ärzteausbildung aufzunehmen", so Golsabahi. Die Veranstaltung wird von folgenden Unternehmen freundlicherweise unterstützt: CSC Pharmaceuticals, Eli Lilly, Janssen-Cilag, Lundbeck Arzneimittel & Pfizer Austria (zum Zeitpunkt der Drucklegung)
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„Jede/r ist weltweit ein/e Fremde/r“
PRESSEGESPRÄCH ZUM
KONGRESS TRANSKULTURELLE PSYCHIATRIE
www.transkulturellepsychiatrie.de
Freitag, 26.9.2008, 13.00h
Hörsaal D „Am Südgarten“ (Kliniken f. Psychiatrie)
AKH-Wien, 1090 Wien, Währinger Gürtel 18-20
(U6-Station „Michelbeuern“, Parkgarage im Haus)
„Begrüßung & Was ist TKP?“
Dr. Solmaz Golsabahi, Kongressleitung, Hamm (DE)
„Kommunikation abseits der Sprache“
Dipl. Psychologin Eva v. Keuk, Düsseldorf (DE)
"Entwurzelung und Kindheit"
Univ. Prof. Dr. Max Friedrich, Wien (AT)
„Klinische Arbeit angesichts der Globalisierung“
Univ. Prof. Dr. Thomas Stompe, Wien (AT)
u. A. w. g. - r. s. v. p.