Keine Abgabe von Unterlagen
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JournalistInnen-Seminar
Freitag, 27.11.2009, 10:00h - 13:00h
Presseclub Concordia, 1010 Wien, Bankgasse 8
"Notfallkontrazeption"
„Sexualität ohne Liebe“
DSAin Bettina Weidinger
„Das Prinzip Befruchtung“
Univ.-Prof.in Dr.in Doris-Maria Gruber, Univ.Frauenklin. Wien
„Wie Mädchen verhüten - verhüten Sie?“
Univ.-Prof.in Dr.in Doris-Maria Gruber, Univ.Frauenklin. Wien
„Was ist Notfallkontrazeption?“
Drin. Doris Linsberger, NL Frauenärztin, Krems
„Die Rolle der Apotheken“
Mag.a pharm. Christa Wenkoff, Apothekerkammer, Wien
„Die neue Substanz“
Ass.-Prof.in Dr.in Daniela Dörfler, Univ. Frauenklinik Wien
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HINTERGRUNDFAKTOREN BEI JUGENDLICHEN
In den Medien wurden zuletzt vielerlei Daten kolportiert. Das Ansteigen der Geburten bei Minderjährigen wurde beklagt oder der Anstieg von Schwangerschaftsabbrüchen. Für das Erstere gibt es klare Zahlen, die das widerlegen. Im zweiten Falle ist man leider auf Schätzungen angewiesen. Offiziell angegeben werden 20.000 Schwangerschaftsabbrüche, und man geht von einer gleich hohen Dunkelziffer aus – in Summe damit 40.000. Und in diese Zahl fallen ggf. auch jene Schwangerschaften bei Minderjährigen, die per Intervention abgebrochen werden. Gleichzeitig jedoch eine enorme Zahl wenn man bedenkt, dass es seit rund 40 Jahren die orale Kontrazeption und andere Möglichkeiten der Familienplanung gar noch länger gibt.
Wenig erfreulich auch jene Positionierung, die Österreich im letzten UN-Bevölkerungsbericht (2007) einnimmt. Seitens der UNFPA (United Nations Population Fund; Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen) gilt der Wert der Teenagerschwangerschaften berechnet auf Geburten pro 1.000 Frauen als offizieller Gesundheitsindikator im Sinne von „sexueller Gesundheit“ oder „Sexualhygiene“. Je höher dieser Wert, desto ungünstiger die Beurteilung. Österreich schneidet in dieser Bewertung mit dem Wert 11 am Schlechtesten von allen westlichen Industrieländern Europas ab. Im Vergleich dazu liegt Deutschland bei 9, die Schweiz bei 4 und Frankreich gar nur bei 1. Ähnliche und schlechtere Werte finden sich in Europa nur bei den so genannten Reformstaaten. So liegt die Tschechische Republik gleichauf mit Österreich und Bulgarien etwa gar bei 41.
Was uns in unserer Tätigkeit und Arbeit mit Jugendlichen alarmierend auffällt, ist die Tatsache, dass sich – die ersten Präparate zur Notfallkontrazeption wurden vor rund 9 Jahren eingeführt – die Anfragen hinsichtlich des Themenkreises „Hilfe, ich bin schwanger“ in den letzten Jahren keinesfalls vermindert haben. Wenngleich man also hinsichtlich harter Zahlen keine Grundlage zur Beurteilung hat, deutet dies zumindest auf zwei Dinge hin. Erstens, dass die Mädchen schlecht informiert sind. Und zweitens, dass diese Situation noch immer große Unsicherheit hervor ruft.
Es gibt Umfragedaten, die uns sagen, dass die Zahl jener, die beim ersten Mal ungeschützten Geschlechtsverkehr haben, in den letzten Jahren gleich hoch geblieben ist. Das mag auch daran liegen, dass es während der letzten Jahre hinsichtlich der Qualität und Quantität der Information, die Jugendlichen zum Thema Geschlechtsreife und Familienplanung gegeben wird, kein Fortschritt ersichtlich ist. Vielleicht sogar das Gegenteil. So etwa ist der heftig diskutierte Sexkoffer verschwunden und wurde durch eine Flut an Broschüren ersetzt.
Selbst professionelle Aufklärungstätigkeit in Schulen stößt auf zwiespältige Meinungen, die von „gut“ bis „unanständig“ reichen. Nicht nur bei den Eltern, sondern auch im Bereich des Lehrkörpers. Die Besetzung des konkreten Begriffs Notfallkontrazeption ist mehrheitlich negativ und dominiert von Begriffen wie „Hormonbombe“ oder „chemischer Abtreibung“. Das zeigt schon die Begriffsverwirrung, die ihren Ursprung in der Zeit vor der Notfallkontrazeption hat, als nur RU486/Mifegyne® zur Verfügung stand – das als „Abtreibungspille“ in die Köpfe der Menschen Eingang fand und mit Akutkontrazeption – denn da geht es ja um eine Ovulationshemmung - nichts zu tun hat.
In diesem thematischen Zusammenhang finden wir auch bei so genannten „Gebildeten“ seltsame Vorstellungen von Befruchtung. Es wird etwa kaum verstanden, dass es eben ein Zeitfenster gibt, in dem eine Eizelle befruchtet werden kann. Dass vom Einbringen der Samen bis zur eigentlich Befruchtung viele Stunden, ja sogar Tage vergehen könne, wird oftmals nicht verstanden. Auch das schadet dem Konzept der Notfallkontrazeption.
Es gibt gesellschaftlich leider keinen Konsensus darüber, dass Geschlechtsverkehr und Verhütungsverhalten sowie die damit in Zusammenhang stehenden Entscheidungen nicht ein Recht darstellen, sondern schlichtweg eine Pflicht sind.
Jugendliche und hier besonders Mädchen unterliegen heute mehr denn je seitens der Gesellschaft dem Druck, „kleine Erwachsene“ zu sein. Mit spätestens 14 beginnt ein enormer Konsumationsdruck, der in einschlägigen Magazinen Kleidung, Makeup und Lebensstil vorschreibt. Dau gehört jede Art von Körperlichkeit, ohne Rücksicht darauf, dass das heranwachsende Mädchen Zeit benötig, um möglichst behutsam in die Rolle einer jungen Frau hineinzuwachsen. Gegen diese Medienwalze sind die Jugendlichen hilflos wie viele Erwachsene übrigens auch.
Dazu kommt das Streben der Jugendlichen nach gesellschaftlicher Anerkennung und sozialer Wertschätzung. Das führt zum Trugschluss „Mütter sind Erwachsene - also macht mich ein Kind erwachsen“. Dies entsteht weniger als durchdachtes Konzept, sondern häufig unbewusst. Insbesondere, wenn den Jugendlichen in ihrer Umgebung die ersehnte Wertschätzung nicht entgegen gebracht wird.
Immer wieder ist eine solche Entwicklung auch die Flucht aus der „eigenen“ Familie. Man flüchtet, indem man „seine eigene“ Familie gründet, in der man selbst alles besser machen will. Darüber hinaus gelten die Begriffe wie Mutter, Kinder, Familie als positiv besetzt und erscheinen daher erstrebenswert. Man will zu den „Guten“ gehören. Eine besonders gefährliche Falle, denn hier paart sich der Mangel an Geborgenheit in der eigenen Familie mit der Sehnsucht nach Wärme, die wahllos in der nächsten, sich bietenden Beziehung gesucht wird.
Die Konsequenzen werden gleichzeitig nicht zu Ende gedacht, denn das „Mutter-Kinde-Sein“ wird grundsätzlich nicht als erschreckend empfunden. Dessen Ergründung allerdings führt dann oft zu einem Schock, wenn erkannt wird, welche Verantwortung mit dem Baby wirklich verbunden ist. Nicht nur im Bezug auf das Kind, sondern besonders hinsichtlich der Folgen für das eigene Leben.
Der Mutterbegriff kann dabei – so positiv er grundsätzlich ist – zur Identifikationsfalle werden, die verschieden bewertet wird. Seitens der Umgebung können die Reaktionen von „sofort abtreiben“ über „selber schuld – kein Mitleid“ bis zu „Schicksal duldend annehmen“ reichen. Letzteres wird auch als Leitbild der „das Leidensschicksal tapfer erduldenden Mutter“ noch immer weitergegeben. Ein Weg, der oft dazu benutzt wird – „Seht wie arm ich bin!“ – um das Umfeld emotional, zu erpressen. Also in gewisser Weise Macht über andere verleiht.
Den heranwachsenden Mädchen ist die Dimension der Verantwortung nicht bewusst. Besonders fragwürdig ist dann das Konzept der „gemeinsamen Entscheidung“ was die Anwendung von Verhütungsmethoden betrifft. Definitiv ist es die Frau, die schwanger wird und daher die Letztverantwortung trägt. Der männliche Partner trifft seine Entscheidung viel früher auf der Beziehungsebene. Er vergisst häufig, die Beziehungsform ausreichend zu definieren, Verhütungsmethoden einzusetzen und damit die eigene Zukunft zu beeinflussen. Es bringt nichts, wenn dann der männliche Partner hinterher als „Täter“ hingestellt wird. Frauen und Männer haben hier unterschiedliche Verantwortungen.
Es mag vielleicht skurril erscheinen, aber es kursieren selbst am Beginn des 21. Jahrhunderts unter den Jugendlichen fast unglaubliche Mythen und Geschichten zum Thema Schwangerschaft:
- Beim ersten Mal kann man nicht schwanger werden
- Der „coitus interruptus“ hat bei meiner Freundin funktioniert und deshalb ist er eine sichere Möglichkeit – Tatsächlich ist er überhaupt keine geeignete Verhütungsmethode.
- Die Pille zu vergessen hatte bei meiner Freundin keine negativen Konsequenzen, deshalb muss man die Einnahme nicht so genau nehmen
- Hinzu kommen völlig falsche Vorstellungen von der Anatomie und Physiologie des Geschlechtsverkehrs
Was im Zusammenhang mit der Sexualität ebenfalls häufig fehlt, ist ein entsprechendes Körperbewusstsein, das „erlaubt“, den Weg und die Art des sexuellen Umgangs mit dem Partner zu bestimmten. Eine zunehmende „Intellektualisierung“ jeder Körperlichkeit verhindert gesunde körperliche Wahrnehmung. Damit geht gleichzeitig die Verwendung des Körpers als Kommunikationsmittel verloren. Körpersprache wird nicht mehr erlernt. Die Differenzierung zur Verliebtheit wird nicht mehr erkannt. Es wird nicht gewusst, was Lust im weiblichen Körper bewirkt und wie sich das im Vergleich zur Verliebtheit „anfühlt“.
Das führt vielfach zu völlig falschen Grundlagen für Sexualverkehr, wenn Verliebtheit schon ausreicht. Dieses mangelnde Bewusstsein lässt auch nicht mehr „nein“ sagen, weil man nicht weiß, dass es „Schöneres“ gibt. Der Körper wird nicht mehr als eigener „Schatz“ verstanden, den man nicht wahllos hergibt.
Ein letzter Faktor ist die allgegenwärtige Öffentlichkeit des Körpers. Die Mädchen sehen sich hinsichtlich der Nivellierung des „erlaubten“ Körperbildes enormem Druck gegenüber, den viele nicht aushalten. So wird Fragen wie jener nach der Wichtigkeit der Genitalrasur oder der Bekämpfung von Zellulitis wesentlich mehr Bedeutung beigemessen als jener nach einem geeigneten Verhütungsmittel.
Das soll aber nicht heißen, die Jugendlichen wären dumm. Dort, wo ausreichende Informationen zur Verfügung stehen – wie eben im Bereich des nivellierten Körperlbildes in so gut wie allen Medien – sind sie kleine ExpertInnen.
Dort, wo Information aber undifferenziert, überdosiert und nicht jugendgerecht ist, scheitern sie. Leider ist ein wesentlicher Bereich, in dem wir dieses negative Phänomen beobachten, jener des Themas „Verhütungsmethoden“. Hier wird entweder kaum oder in einer erstickenden Welle an Informationen erklärt, die keine Rücksicht auf die Bedürfnisse der Jugendlichen nimmt.
Kontakt:
DSA Bettina Weidinger
Österreichisches Inst. f. Sexualpädagogik (ISP)
1190 Wien, Sollingerg. 23/22,
Tel.: +43 – (0)1 – 328 6630
Mail: team@sexualpädagogik.at
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DAS PRINZIP BEFRUCHTUNG
Es mag zunächst überraschen, dass wir dieses „einfache“ Thema in das Seminar aufgenommen haben, aber das liegt zum Einen daran, dass sich hier viel Wissenswerts ereignet hat, zum Anderen daran, dass die meisten Menschen spontan zu einem sehr mechanistischen Vorstellungsbild neigen, wenn es um diese Thematik geht.
Grundsätzlich denken die Meisten dabei an EINE Eizelle, die sich nach der Ovulation auf den Weg macht und EINER Samenzelle entgegen wandert. Und das just in jenem Moment, in dem ein ungeschützter Geschlechtsverkehr erfolgt . . .
Anatomie
Der weibliche Genitaltrakt besteht aus zwei Eierstöcken (Ovar) und zwei Eileitern (Tube), die beide getrennt in die Gebärmutter (Uterus) münden.
Monatszyklus
In den Ovarien reift im Abstand von etwa 28 Tagen ein Follikel heran, um dann nach dem so genannten Follikel-Sprung (Ovulation) eine Eizelle frei zu setzen. Dieses Moment ist dadurch gekennzeichnet, dass es im Organismus davor zu einem raschen Anstieg von LH kommt.
Die Hirnanhangdrüse schüttet große Mengen des luteinisierenden Hormons (LH) aus, wenn die Östrogenproduktion des heranreifenden Leitfollikels in der Mitte des Zyklus ihr Maximum erreicht hat und anzeigt, dass die Eizelle potentiell bald Befruchtungsreife erreicht hat. Ungefähr 28 bis 32 Stunden nach der LH-Anflutung platzt das Eibläschen auf und setzt die Eizelle frei. Nach dem Eisprung regt das LH die Zellen des geplatzten Follikels zur Bildung von Progesteron an.
Insgesamt ist jeder Frau mit etwa 400.000 Follikeln ausgestattet und durchläuft etwa 400x im Leben den Monatszyklus.
Der Eisprung ist ein Prozess, der binnen weniger Minuten abläuft. Parallel mit der Vorbereitung des Eisprungs werden die Eileiter „informiert“, wo sie sich an die Ovarwand anlegen müssen, um die Eizelle aufzufangen. Man darf sich aber nicht vorstellen, dass sich eine einzelne, einsame Eizelle auf den Weg macht. Vielmehr sind es Tausende Versorgungszellen, die die Eizelle gleichsam wie ein Nahrungsdepot umgeben und verhindern, dass sie auf ihrem Weg „verhungert“. Die Wanderung der Eizellblase ist also ein „Teamwork“ verschiedener Zellen, ehe sie die Gebärmutter erreicht.
Die Eizelle hat keinen aktiven Antrieb, sondern sie wird von Flimmerhärchen, so genannten Liganden, gleichsam „weitergereicht“. Kontraktionen der Tube unterstützen diesen Transport zusätzlich.
Insgesamt ist die Eizelle ohne Befruchtung/Nidation nur maximal 2 Tage überlebensfähig. Dabei ist sie aber nur 12h befruchtungsfähig.
Spermien & Befruchtung
Um die Befruchtung einer einzelnen Eizelle zu erreichen, starten 500 Mio. „kopplungswilllige“ Spermien. Verglichen mit ihrer Größe bewegen sie sich dabei mit der Geschwindigkeit eines Schnellbootes. Sie bestehen aus der eigentlichen Zelle mit dem Spitzenkörperchen (Akrosom) an einem und dem „Schwanz“ am anderen Ende. Dieser Schwanz vollführt eine Rotationsbewegung und erreicht damit die Dynamik einer Schiffsschraube. Bis das Ziel erreicht ist, rotiert dieser Antrieb rund 20.000mal. Es ist nicht bekannt, woher die Energie dafür stammt.
Bekannt ist hingegen, dass für die überwiegende Mehrheit der Spermien bereits am Gebärmutterhals das Ende ihres Weges gekommen ist. Ein Schleimpropfen versperrt ihnen den Weg. Die „Schnellschwimmer“ benötigen bis hierher nur 30 Minuten. Die Mehrheit einige Stunden. Nur wenige Millionen überleben diese Passage und finden sich danach nicht nur in einer verwirrenden Vielzahl von Sackgassen und Nischen ausgesetzt, sondern müssen einen Generalangriff weißer Blutkörperchen ertragen, die die Samenzellen als dem weiblichen Körper fremde Zellen programmgemäß attackieren.
Es ist also ein extrem hartes Ausleseverfahren, das entscheidet, welche Spermien die Eizelle ggf. erreichen. Erst auf ihrem Weg werden die Spermien befruchtungsfähig. Man nennt das „kapazitiert“. An der Eizelle angekommen, sehen sie sich zunächst dem Wall an Versorgungszellen gegenüber, der durchdrungen werden muss. Zahllose Spermien bohren sich mit ihren Akrosomen in diesen Versorgungswall, um ihn dünner zu machen. Schwerarbeit, bei der erneut viele von ihnen aus Erschöpfung absterben. Wieder ist es ein Teamwork, das endlich zu jenem Punkt führt, an dem an einer Stelle die Eizellmembran frei liegt. Nun kann ein einzelnes Spermium die eigentliche Befruchtung vornehmen.
Das „Sieger-Spermium“ dringt ein, die Geninformation organisiert sich neu und determiniert damit ein neues Lebewesen.
Die Erfolgsquote
Man darf sich allerdings nicht vorstellen, dass das Ergebnis dieses Prozesses schon automatisch eine Geburt, also ein Baby nach sich zieht.
Die Erfolgsraten der Natur sind eigentlich sehr bescheiden. Eine ganz aktuelle Arbeit aus „Fertility und Sterililty“ hat 2009 errechnet, dass ein einmaliger Geschlechtsakt während der so genannten fruchtbaren Tage in nur 4,5% eine Befruchtung bewirkt.
Insgesamt führt die Summe aller befruchteten Eizellen nur in 15-20% tatsächlich zu einer Geburt.- Die „natürlich Abortusrate“ liegt daher bei 80-85%. Und das bei dieser niedrigen Schwangerschaftsrate. Vermutlich ein weiteres, hartes Ausleseverfahren, dessen Details wir nicht kennen.
Zusammenfassend lässt sich über das Konzept der Befruchtung sagen, dass es sich um ein sehr komplexes Geschehen mit einer überraschend niedrigen Erfolgsquote handelt
Kontakt:
Univ.Prof.in Dr.in Doris Gruber
Univ. Frauenklinik Wien, AKH
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T: 0664- 407 2066
M:doris.gruber@meduniwien.ac.at
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WIE MÄDCHEN VERHÜTEN – VERHÜTEN SIE?
Im Zusammenhang mit der Notfall-Kontrazeption hört man immer wieder, eine weiter verbesserte Zugänglichkeit und Verfügbarkeit würde im Umgang mit der Sexualität zu einer Art „Leichtsinn“ verleiten.
Dazu wäre einleitend zu bemerken, dass wohl niemand, der (selbst)bewusst Empfängniskontrolle betreibt – ob prä- oder postkoital – als leichtsinnig bezeichnet werden kann. Als leichtsinnig im langläufigen Sinn wäre wohl exakt das gegenteilige Verhalten bei Jugendlichen einzustufen.
Erste Studien in Österreich dazu führte Univ. Prof. Dr. Werner Grünberger im Umfeld der ersten „First Love Ambulanz“ (gegründet 1992) in Wien durch. Und das war 2000 der Stand der Dinge in Wien: „22 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche in den letzten zehn Jahren wurden bei Teenagern durchgeführt. Es haben gut die Hälfte aller 14- bis 15-Jährigen den ersten Geschlechtsverkehr ungeschützt. Das Durchschnittsalter für das erste Mal liegt bei 15,3 Jahren.“
Recht ähnlich die Situation das Durchschnittsalter beim Erstbesuch einer frauenärztl. Ordination. Es lag ebenfalls bei 15,2 Jahren.
Hier darf nicht vergessen werden, dass nur Wiener Jugendliche (1.066 Mädchen) in diese Studie eingeschlossen waren und in der Beurteilung der Werte daher stadt- oder sogar bezirkstypische soziologische Eigenheiten zu berücksichtigen sind. Dennoch mögen diese Zahlen durchaus beunruhigen.
Wesentlich aktuellere Daten des „Österreichischen Instituts für Sexualpädagogik“, das in ganz Österreich mit Schwerpunkt Mitte und Ost seit Jahren professionell Sexualberatung und -erziehung in Schulen durchführt sowie in Zusammenarbeit mit dem „Kurier“ auch eine Beratungswebsite betreut, rücken die extrem anmutenden Wiener Ergebnisse wieder in einen wünschenswerten Bereich zurecht.
Es wurden in einer österreichweit angelegten Erhebung insgesamt 1037 Jugendliche zu den Themen Aufklärung, Sexualverhalten und Kontrazeption befragt (Kostenwein, W., Weidinger, B.(2007))
Auf die Frage, welche Verhütungsmittel spontan einfallen, haben 90% aller Jugendlichen das Kondom und fast ebenso viele die Pille genannt. Mit 64% steht die Spirale an dritter Stelle der Bekanntheit von Methoden zur Kontrazeption, gefolgt von Pflaster (46,7), Diaphragma (29,5) und Spritze (24,4).
Grundsätzlich zeigen sich Jugendliche in ihrem Kontrazeptionsverhalten sehr verantwortlich. Zwei Drittel aller Jugendlichen gaben an, bereits beim ersten Mal ein Kondom verwendet zu haben. 16% davon hatten zusätzlich mit Pille verhütet. Der Anteil der Jugendlichen, die sich bereits vor ihrem ersten Mal die Pille verschreiben ließen, lag bei 9%. Neben Kondom und Pille spielten andere Verhütungsmöglichkeiten beim ersten Mal kaum eine Rolle.
Trotz einer generell hohen Bereitschaft, sicher zu verhüten, hatten 12% der befragten Jugendlichen bei ihrem ersten Mal gar nicht verhütet – das war immerhin jeder 8. Jugendliche.
Das Folge-Verhalten
In weiterer Folge verschiebt sich die Wahl des Verhütungsmittels zugunsten der Pille. Mehr als die Hälfte aller Jugendlichen verwenden orale hormonelle Kontrazeptiva zur Verhütung. Die Verwendung von Kondomen geht etwas zurück, doch verhüten immerhin 29% aller Jugendlichen mit Pille UND Kondom. Die unerwartet hohe Zahl derjenigen, die zweifach und damit hinsichtlich der Umsetzbarkeit auch hochschwellig verhüten, ist ein Hinweis auf das große Sicherheitsbedürfnis Jugendlicher. Darüber hinaus könnte dieses Verhalten auch als Folge einer massiven Aidsaufklärung interpretiert werden. Erfahrungen aus der Jugendsexualitätsberatung zeigen aber, dass diese Hochschwelligkeit gleichzeitig auch die Gefahr eines gänzlichen Ausstiegs und damit das Risiko birgt, dass auf Verhütung dann ganz verzichtet wird.
Andere Verhütungsmittel spielen eine untergeordnete Rolle, auch das Hormonpflaster hat mit einem Anteil von etwa 3% keinen hohen Stellenwert. Gerade bei der Zielgruppe Jugendliche ist auch der Kostenfaktor maßgeblich für die Verhütungsentscheidung. Hier bietet die Pille mit der möglichen Verschreibung von Generika einen größeren Spielraum.
Was lässt sich aus diesen Zahlen ableiten?
Zunächst einmal, dass die Unterstellung, die „Pille danach“ würde zu einem systematischen post-koitalen Kontrazeptionsboom führen, grob unsachlich oder vorsätzlich unsachliche scheint. Die Jugendlichen sind – wie in vielen Bereichen – wesentlich besser als ihr „Ruf“. Es ist daher naheliegend, dass die Notfall-Kontrazeption das bleiben wird, was sie ist – eine Lösung für einen Notfall.
Weiters zeigt sich aber eine dramatische Wissenslücke bei immerhin 12% der Befragten und damit er Bedarf nach einer stark verbesserten und vor allem systematischen Sexualaufklärung.
Diese durchaus nicht unerfreulichen Zahlen werden allerdings etwas relativiert durch die Aussage des „UN-Bevölkerungsberichts 2007“ zum Anteil der Teenagerschwangerschaften in Österreich. (siehe Beilage der CD-Rom zum Seminar). Der Wert der Teenagerschwangerschaften berechnet auf Geburten pro 1.000 Frauen gilt als offizieller Gesundheitsindikator im Sinne von „sexueller Gesundheit“ oder „Sexualhygiene“. Österreich schneidet in dieser Bewertung mit dem Wert 11 am Schlechtesten von allen westlichen Industrieländern Europas ab.
Durchaus also ein Anlass, um nachdenklich zu sein und eine deutlich verbesserte, forcierte Information gegenüber den Jugendlichen energisch einzufordern.
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Österreichisches Inst. f. Sexualpädagogik (ISP)
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WAS IST NOTFALLKONTRAZEPTION?
Notfallkontrazeption ist in der Medizin ein noch relativ junger Begriff. Bestens bekannt ist der Terminus „Orale Kontrazeption“ als medizinischer Ausdruck für die „Pille“. Daraus hat sich auch das Schlagwort von der „Pille danach“ abgeleitet. Interessanter Weise wurde der Wirkmechanismus der Akut-Kontrazeption mit dem Schlagwort nicht übertragen. Aus der rezenten Mediendiskussion und einer aktuellen Umfrage – hier waren 75% der Befragten der Meinung, Notfall-Kontrazeption wäre eine Art früher Abtreibung – geht hervor, dass es hier vielfach höchst irrige Meinungen gibt.
Der Begriff Kontrazeption enthält in sich ja schon den korrekten Wirkmechanismus – den Aspekt der Empfängnisverhütung (und nicht jenen der Abtreibung). Auch der Übertrag des Schlagwortes ist korrekt, denn wie bei der „Pille“ handelt es bei der oralen Akut-Kontrazeption grundsätzlich um eine Ovulations-Hemmung. Dennoch wird in verschiedenen Medien noch immer und konsequent falsch von einer Abtreibungspille gesprochen. Das ist nicht nur falsch im Sinn der journalistischen Sorgfaltspflicht, sondern eignet sich dazu, Frauen in einer ohnehin schon schwierigen Situation weiter zu verunsichern und zu verängstigen. Tatsächlich sind es diese Art der „Missverständnisse“, die sich quer durch die Bevölkerung finden, die für die Frauen eine enorme Hürde darstellen und nicht die „mangelnde Verfügbarkeit“, die häufig als „Schwelle“ beschuldigt wird.
Das Schlagwort von der „Pille danach“ definiert auch den Zeitpunkt der Akut-Kontrazeption richtig. Im Gegensatz zur „Pille“, die eine PRÄ-koitale Ovulationshemmung bewirkt, erreicht man mit der Akut-Kontrazeption eine POST-koitale Ovulationshemmung.
Zunächst versuchte man mit hochdosierter Anwendung von oralen Kontrazeptiva der Gestagen-Gruppe (enthalten kein Östrogen) deren Effekt der Ovulationshemmung auch nach einem Geschlechtsverkehr zu nützen. Dieser Weg wurde nach ihrem Erfinder YUZPE-Methode genannt. Wenngleich der theoretische Ansatz richtig war, so setzte sich die Methode wegen der zahlreichen und intensiven Nebenwirkungen nicht durch
WOZU DIENT MIFEGYNE?
Das umstrittene Präparat RU486/Mifegyne® wird immer wieder mit der Akut-Kontrazeption in Zusammenhang gebracht. Das ist falsch. Es muss hier klar angemerkt werden, dass es sich hier um einen chemisch induzierten Abortus – also einen Schwangerschaftsabbruch - handelt. Im Zusammenhang mit der modernen Notfallkontrazeption sollte über diesen wichtigen Punkt aber klar Bescheid gewusst werden. Der Unterschied zwischen Abort und Ovulationshemmung ist ja ein grundsätzlicher und sollte nicht schwer zu verstehen sein. Beim Abort hat eine Einnistung einer befruchteten Zelle stattgefunden, die durch verschiedene Maßnahmen aufgehoben wird. Ovulationshemmung ist der medizinische Terminus für die Verhinderung des Eisprungs.
Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch mit Mifegyne® - auch als "RU 486" bekannt - ist seit rund zwanzig Jahren erprobt und hat sich als Alternative zum instrumentellen Schwangerschaftsabbruch (zum Beispiel der Absaugmethode) etabliert. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass Frauen ihre Wahl für eine Abbruchmethode aus sehr individuellen Gründen treffen. Eine bedeutende Rolle spielt dabei ihre persönliche Einstellung zur Einnahme von Medikamenten, zu einer Narkose oder zu einem instrumentellen Eingriff in ihren Körper.
Dennoch wird ein Schwangerschaftsabbruch mit Mifegyne® eher selten durchgeführt. Das Procedere ist sehr kompliziert und mit dreimaligem Arztbesuch verbunden. Es muss zusätzlich Progesteron verabreicht werden, um gleichsam einen „chemisch induzierten Austreibungsvorgang“ einzuleiten.
Mögliche und häufige Nebenwirkungen sind Unterleibsschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Kreislaufprobleme. Wie bei jedem Schwangerschaftsabbruch kommt es zu Blutungen, die nach der Einnahme von Mifegyne® jedoch bis zu 12 Tage andauern können. In seltenen Fällen machen diese Blutungen eine ärztliche Behandlung erforderlich.
DER STATUS QUO
Den ersten realen Schritt in Richtung der modernen Akut-Kontrazeption stellten Präparate wie Vikela/Postinor dar. Als wirksame Substanz wird dabei das Gestagen Levonorgestrel eingesetzt. Das Wirkprinzip ist KEIN Schwangerschaftsabbruch, sondern die Kontrazeption über Ovulationshemmung – wie bei einer konventionellen oralen Kontrazeption (Pille). Andere Wirkungen als die Ovulationshemmung sind wissenschaftlich nicht nachgewiesen und dürfen daher nicht behauptet werden. Das betrifft insbesondere die immer wieder beschworene Wirkung als „Früh-Abortivum“, das einer befruchteten Zelle die Nidation verwehrt. Diese Behauptungen sind unhaltbar. Das bestätigt auch ein entsprechendes Papier der WHO (Fact sheet 244, 2005), das unter folgendem Link abrufbar ist: http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs244/en/
Hier gilt es auch zu berücksichtigen, dass schon eine Insemination das Hormongleichgewicht des Körpers auf Schwangerschaft umstellt. Und in diesem Kontext kommt dem Progesteron (natürliches, körpereigenes Gestagen) eine völlig andere Wirkung zu – nämlich jene der Schwangerschaftserhaltung. Und zwar wirkt es „entspannend“ auf die Gebärmutter, die als muskuläres Organ sonst das raumfordernde Wachstum der Frucht nicht tolerieren würde.
Das ist auch der Grund, warum es – falls etwa Vikela/Postinor versehentlich trotz bereits bestehender Schwangerschaft eingenommen wird – zu keinem Effekt auf eine eingenistete Frucht kommt. Weder hinsichtlich eine Spontanabortus noch einer eventuellen teratogenen (fruchtschädigenden) Wirkung.
Die Wirksamkeit von Levonorgestrel
ist abhängig vom Zeitpunkt der Einnahme, die bis spätestens 72 Stunden (3 Tage) nach dem Geschlechtsverkehr erfolgen muss. Eine mögliche Schwangerschaft wird umso sicherer verhindert, je früher die Einnahme erfolgt. Schon der Beipacktext von Vikela/Postinor® nimmt darauf Bezug: „…möglichst innerhalb von 12 Stunden “
Bei Einnahme der ersten Dosis innerhalb von 24 Stunden liegt die Rate der Schwangerschaften bei etwa 0,4 %. Wird die „Pille danach“ erstmalig am zweiten Tag nach dem Geschlechtsverkehr genommen, beträgt die Schwangerschaftsrate etwa 1,2 % und mindestens 2,7 % bei Einnahme am dritten Tag.
Zum Vergleich – ein einmaliger Geschlechtsakt hat statistisch eine Schwangerschaftswahrscheinlichkeit von 7%-8%.
Als Wirkung der „Pille danach“ gilt in der medizinischen Fachliteratur die Verhinderung des Eisprungs (Ovulation) angegeben, also die ovulationshemmende Wirkung.
Der Eisprung ist die Voraussetzung für eine Befruchtung der Eizelle durch ein Spermium. Die Reifung der Eizelle und der Eisprung werden durch Hormone gesteuert. Ein sprunghafter Anstieg der Konzentration des Luteinisierenden Hormons (LH) im Blut löst ca. 14 bis 16 Tage vor der nächsten Menstruation den Eisprung aus. Hormone aus der Gruppe der Gestagene hemmen die Ausschüttung von LH.
Levonorgestrel – der Wirkstoff der Pille danach wie sie derzeit in Gebrauch ist – ist ein künstlich hergestelltes Gestagen, das gezielt die LH-Ausschüttung und damit den Eisprung verhindert. Wenn der LH-Anstieg aber bereits begonnen hat, ist es wirkungslos.
Es wird konsequent behauptet, dass Levonorgestrel die Einnistung (Nidation) bereits befruchteter Eizellen in die Gebärmutterschleimhaut hemmt. Hinweise für eine solche Nidationshemmung existieren nicht. Der theoretische Ansatz wie beispielsweise Veränderungen der Struktur und Funktion der Gebärmutterschleimhaut durch die Gabe der „Pille danach“, die möglicherweise die Einnistung der befruchteten Eizelle verhindern könnten, ist das, was er ist – ein theoretischer Ansatz wie das Fact Sheet der WHO klar belegt.
Hinsichtlich der Häufigkeit, wann es denn insgesamt zu der sehr speziellen Situation einer bereits befruchteten Eizelle, die auf dem Weg in die Gebärmutter ist, kommt, geben Literatur und einschlägige ExpertInnen 2% an. Da seitens der Natur rund 85% der befruchteten Eizellen jedoch ohne Austragen einer Schwangerschaft wieder abgehen, handelt es sich vor diesem Hintergrund um eine Wahrscheinlichkeit um ein – nochmals – theoretisches Geschehen im Promillebereich.
Wissenschaftlich gesichert ist, dass Levonorgestrel wirkungslos ist, wenn sich die befruchtete Eizelle bereits in der Gebärmutterschleimhaut eingenistet hat. Die Einnahme von Levonorgestrel wirkt sich damit nicht negativ auf bereits bestehende Schwangerschaften aus. Ein Detail, das in ethischer Hinsicht von erheblicher Bedeutung ist.
Unerwünschte Wirkungen
Sehr häufig (in über 10 % der Fälle auftretende) unerwünschte Wirkungen nach Einnahme von Levonorgestrel sind Übelkeit, Kopfschmerzen und Unterbauchschmerzen. Unabhängig von der Menstruation können Blutungen auftreten (Zwischenblutungen). Die nachfolgende Menstruationsblutung kann verspätet einsetzen. Bei Erbrechen bis zu drei Stunden nach Einnahme der Pille danach wird eine erneute Einnahme von Levonorgestrel empfohlen. Übelkeit und Erbrechen können mit Metoclopramid behandelt werden.
Verfügbarkeit
Präparate zur Notfallkontrazeption unterliegen in Österreich der ärztlichen Rezeptpflicht und dürfen daher nur in der Apotheke gegen Rezept abgegeben werden. Das steht im Kontrast zu anderen Europäischen Ländern, wo man sich entschlossen hat, diese Möglichkeit einer Schwangerschaftsverhütung frei zugänglich zu machen. Nicht zuletzt, weil der Besuch beim Frauenarzt insbesondere für junge Mädchen eine erhebliche Angstschwelle darstellt.
Grundsätzlich können jedoch die Apotheken in Österreich – doch davon später - den so genannten Notfallparagrafen zur Anwendung bringen, die Tablette sofort abgeben und sich ein Rezept von der Betroffenen nachbringen lassen.
Schwangerschaftstest
Im Zusammenhang mit der Notfallkontrazeption mittels Levonorgestrel-Pille wird schon heute häufig ein Schwangerschaftstest gemacht. Es geht hier um die Absicherung gegen die Behauptung, eine Schwangerschaft wäre trotz Notfall-Kontrazeption eingetreten. Beim neuen Präparat ellaOne® ist er laut Fachinformation explizit vorgesehen.
„Spirale danach“
Eine wenig häufig angewandte Methode ist die „Spirale danach“, die die Insertion einer mechanischen Schwangerschaftsbarriere darstellt. Hier zielt die Wirkung allerdings ganz klar auf eine Nidationshemmung und nur auf diese. Die Behauptung einer frühabortiven Wirkung wäre hier sehr naheliegend. Interessanter Weise hat das bisher in Medien und ethisch aktiven Kreisen niemanden gekümmert.
Kontakt:
Drin. Doris Linsberger, FÄ für Gynäkologie und Geburtshilfe
3500 Krems/Donau, Margaretenstr. 6
T: 02732 860 44-1, M: dr.linsberger@gyn-krems.at
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