PRESSEMELDUNG 08/01/09
Medizin/Gesundheit – No Embargo
„Fußarchitekten“ - Mehr Erfolg mit innovativen Behandlungsmethoden
„Zeigt her Eure Füße!“
Wien. Erkrankungen des Füße sind häufig, werden aber oft über sehen oder nicht behandelt. Ein spezielles medizinischen Fuß-Zentrum setzt nun auf innovative Methoden und räumt mit veralteten Therapien auf. Ein Team aus drei Ärzten und vier hoch spezialisierten TherapeutInnen rund um den Fußchirurgen Univ.-Doz. Dr. Hans-Jörg Trnka behandelt Fußleiden von der kindlichen Fehlstellung über den erworbenen Plattfuß bis hin zu Knöchelbruch und sportmedizinischen Indikationen. In Kooperation mit der TU-Wien wurde sogar ein eigenes Nachsorgeverfahren für Hallux-Valgus-PatientInnen entwickelt
Fort mit den altmodischen Einlagen!
Fußleiden beginnen schon in jungen Jahren wenn ein „angeborener Plattfuß“ vorliegt. Bisher wurden passive, starre Einlagen verordnet, die – daher sinnlos - keinen Einfluss auf das Fußgewölbe haben. Heute berücksichtigt ein modernes Verfahren die speziellen Gegebenheiten des individuellen Fußgewölbes. Zur Anwendung kommt eine Kombination aus einem physikalischen Übungsprogramm und so genannten „aktivierenden“ Einlagen.
Der Fuß wird zunächst computertechnisch vermessen und die Druckzonen an der Sohle werden erfasst. Auf dieser Grundlage werden kleine Keile in eine weiche Einlage gesetzt, um die Fehlstellung des Fußes aktiv zu korrigieren.
Während bei der herkömmlichen Methode lebenslanges Einlagentragen, verbunden mit lebenslangen Kosten, die „Folge“ ist, justiert die neue Methode die Fußachse neu und hat die Heilung des Leidens zum Ziel.
Eine aktuelle Studie zeigt, wie kostenintensiv die veraltete Therapie ist. Allein im Raum Malaga/SP wurden jährliche 4 Mio. US$ an Ausgaben für unnötige, weil ineffiziente Einlagenversorgung nachgewiesen.
Erworbene Plattfüße
Bewegungsmangel und Übergewicht führen bei immer mehrt Menschen im Erwachsenenalter zum so genannte erworbenen Plattfuß. Zunächst kommt es zur Degeneration einer bestimmten Sehne (tibialis post.). Das Fußgewölbe verliert so den Halt, die Bänder geben nach und es sinkt ein.
Wird rechtzeitig interveniert, kann die degenerierte durch eine andere körpereigene Sehne (digit. longus) operativ ersetzt werden. Die Funktion wird völlig wiederhergestellt. Ist der Degenrationsschaden weiter fortgeschritten, erfolgt im Gelenk eine Entknorpelung und es wird mit „Versenkschrauben“ versteift.
Künstliche Sprunggelenke kommen
In einzelnen Indikationen werden auch künstliche Sprunggeleneke anstatt einer Versteifung eingesetzt. Zu 90% handelt es sich um Knöchelfrakturen (-brüche), die bereits beim einfachen „Umkippen“ des Fußes, aber auch beim Abrutschen von Treppenstufen oder – typisch im Winter – beim Ausgleiten auf Eis auftreten können. Der Rest der PatientInnen haben meist eine rheumatische Grunderkrankung.
Wenngleich hier die Technologie noch nicht so weit fortgeschritten ist wie bei Hüfte und Knie, gibt es erste befriedigende Erfolge. Vor allem ist diese Variante eine attraktive Alternative zur herkömmlichen Versteifung.
Operieren bei diabetischem Fuß?
Das mag zunächst überraschen, sofern es sich nicht um die Frage der Amputation handelt. Tatsächlich jedoch liegt Ulcera der Fußsohle meist ein so genannter Löschwiegenfuß zugrunde. Er zerstört die Haut durch Druckquetschung ständig, sodass auch die beste konventionelle Wundtherapie vergeblich ist. In Kooperation mit dem Wundzentrum Döbling werden solche Patienten einer speziellen Operation unterzogen, die Fehlstellung korrigiert und so die Abheilung des Ulcus ermöglicht.
„Hallux valgus“ und TU-Wien
Der „Hallux valgus“ ist die häufigste Zehendeformität. Es kommt zu einer Abweichung der Großzehe im Grundgelenk nach außen und einer Drehung nach innen (Innenrotation). Oft folgt eine schmerzhafte Arthrose im Zehengrundgelenk. Die Häufigkeit beträgt etwa 25-30% (3/4 Frauen) und dürfte jenseits des 40. Lebensjahres noch höher liegen. Die Behandlungsbedürftigkeit liegt mit 80-90% bei Frauen wesentlich höher als bei Männern. In Österreich sind Zehntausende Menschen betroffen. Bisher wurde operiert mit nachfolgenden lästigen 6 Wochen Verband.
Auch hier setzt das Team um Doz. Trnka auf aktive Heilung anstatt passive Ruhigstellung. Getestet an der TU-Wien wurde ein eigener Spezialstrumpf entwickelt, der nach 2 Wochen zur Anwendung kommt. Er rückt die abgesetzte Großzehe sanft in die richtige Position und bereitete den Fuß so frühzeitig auf „regelrechtes Gehen“ vor. Nach 4 Wochen ergänzt ein spezielles Physikotherapieprogramm diesen Spezialstrumpf.
+++ende+++
Text: Dr. med. Wolfgang A. Schuhmayer, /MedCommunications GmbH
Rückfragen:
Univ.-Doz. Dr. med. Hans-Jörg Trnka
c/o Fuß-Zentrum – www.fusszentrum.at
Alserstr. 43, 1080 Wien
T: (01) 40 85 993; F: (01) 40 85 993 40
E: office@fusszentrum.at
SERVICE: Fotos auf Anforderung: office@intmedcom.com