„SCHACH DER CELLULITE!“
Pressekonferenz
Donnerstag, 5.5.2011, 9:30h—10:30h
Radiokulturcafe, 1040 Wien, Argentinierstr. 30a
Volles Haus und tolle Beiträge


PROGRAMM
„Ursachen—Häufigkeit –Therapieansätze“
Univ.-Prof.in Dr.in Daisy Kopera, Meduni Graz
„Die Rolle der Hormone“
Univ-Prof. Dr. Erich Müller-Tyl, Privatinstitut f. Hormon- & Antiaging-Behandlungen, Wien, AT
„Ein neuer Behandlungsweg“
Univ.-Prof. Dr. med. Heinrich Wieland , Univ. Freiburg im Breisgau, DE
„Wirksamkeit und Sicherheit“
Dr.in med. Gerrit Schlippe, Dermatest Prüfinstitut Münster, DE

“Ursachen – Häufigkeit -Therapie”
Die Cellulite ist - genau genommen – keine Erkrankung, sondern ein dermatologisches Erscheinungsbild, das mit dem Wandel der Schönheitsideale von Rubens bis heute zu einem unerwünschten Phänomen geworden ist.
Bei Männern finden wir Cellulite fast überhaupt nicht. Der Grund liegt in strukturellen Unterschieden der Haut zwischen Mann und Frau. Männliches Fettgewebe ist von mehr Bindegewebsfasern durchzogen als weibliches Fett. So können sich bei der Frau ab einem bestimmten Füllungsgrad Fettläppchen ausbilden und an der Haut entsteht die noppige Struktur. Östrogen ist über vermehrte Wasserspeicherung unter anderem dafür verantwortlich, dass sich das Depotfett der Frau vorwiegend als “Reithose“ an Hüfte und Gesäß anlagert. Auch die Rückseiten der Oberarme können betroffen sein. Faktoren der Lebensführung wie etwa Übergewicht oder Nikotinabhängigkeit können ebenfalls zur Entstehung der Cellulite beitragen. Nicht zu vergessen ist aber die genetische Disposition, die zweifellos vorhanden sein kann.
Geht man präventiv und therapeutisch in die Zeiten der Urgroßmütter zurück, dann finden sich die Säulen Bewegung, bewusste Ernährung, Kalt-Warm-Duschen und die Massage mit dem Sisal-Handschuh, um durch mechanischen Druck die Durchblutung der Haut zu verbessern, das Bindegewebe zu straffen und so die Grundsituation der Haut zu verbessern.
Das Therapieangebot – sieht man von hormonellen Eingriffen ab - stützt sich im Wesentlichen auf diese mechanischen Prinzipien. Daher ist es sinnvoll, diverse Geräte hinsichtlich Kosten-Nutzen-Relation kritisch zu betrachten. In den meisten Fällen wird der „altmodische“ Sisalhandschuh besser –zumindest kostengünstiger - abschneiden.
Allerdings ist der Leidensdruck bei Cellulite oft sehr groß. Und so führt – sehr kritisch formuliert - allein die in Aussicht Stellung der Wunscherfüllung zu wirtschaftlich lukrativen Geschäftsideen.
Univ. Prof.in Dr.in Daisy Kopera
Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie
8036 Graz,. Auenbruggerplatz 8
Tel (+43 316) 385 -12423
Mail: daisy.kopera@medunigraz.at
WEB: http://derma.uniklinikumgraz.at

“Die Rolle der Hormone”
Nicht nur aufgrund der Unterschiede in der Bindegewebsstruktur, sondern auch aufgrund der hormonellen Situation haben Frauen wesentlich häufiger ein Cellulite-Problem als Männer. Bei Männern würde eine Cellulite ggf. eher auf internistische Krankheiten hinweisen, während sie bei Frauen ein Teil des Alterungsprozesses oder einfach eine genetisch determinierte Eigenheit darstellt.
Was ist nun die Grundsituation? Grundsätzlich handelt es sich um einen Abfall des Androgenspiegels, der die Cellulite fördert. Dennoch darf man sich das Geschehen nicht zu einfach vorstellen.
Es geht nämlich nicht um jene Werte, die wir im Serum messen können, sondern der Androgengehalt kann trotz hoher Serumspiegel in einzelnen Geweben niedrig sein und umgekehrt. Das Zauberwort in diesem Zusammenhang heißt „Aromatase“. Das sind Enzyme, die Testosteron in Estradiol umwandeln / abbauen können und so für niedrige Androgenspiegel sorgen – systemisch oder eben auch lokal.
Das heißt in der Praxis, dass ein so genannter „Hormonstatus“ – also ein Erfassen der Serumwerte, nicht ausreichend aussagekräftig ist. Es gibt noch eine weitere wichtige „Größe“ in diesem Balancespiel der Steroidhormone – das ist das SHBG (Sexual Hormon Bindende Globulin). Es ist das wichtigste Transportprotein von Testosteron. Allerdings können daran gebundene Sexualhormone nicht wirken. Trotz hoher Testosteron-Serumspiegel kann daher eigentlich ein Mangel vorliegen, da das vorhandene Testosteron nicht wirken kann.
Ein weiterer wichtiger Mechanismus ist die Aktivität der so genannten Alpha-Reduktase, die für die Metabolisierung (Umbau) des Testosterons in DHT (Dihydrotestosteron = Androstanolon) verantwortlich ist. Das ist die stärkste Form dieses Hormons, der Abbauschritt ist nicht reversibel.
Die Alpha-Reduktase kann in verschiedensten Geweben zu unterschiedlichen Folgen führen: im Gesicht und am Körper führt sie zur Behaarung, an der Kopfhaut hingegen zu Haarausfall. Gibt man nun einen Antagonisten wie Cyproteronacetat, dann geht die Behaarung zurück, aber die Cellulite nimmt zu.
Das ist eine der täglichen Problematiken, mit denen wir konfrontiert sind. Bringt man nun lokal Androgene auf, verbessert sich zwar die die Struktur des Bindegewebes, aber es kommt auch zu Gegenregulationen wie dem Anstieg von Matrix-Metallo-Proteinasen, die das Bindegewebe abbauen.
Aus diesem Grund haben wir Androgene bisher immer mit Gelbkörperhormon kombiniert, dem stärksten Hemmer der Proteinasen, um so diese Gegenregulationen möglichst hintan zu halten.
Prim. Univ. Prof. Dr. Erich Müller-Tyl
Privatinstitut für Hormon- und Anti-Aging Behandlungen
1190, Wien, Heiligenstädterstrasse 51
TEL.: (+43 1) 368 69 00
E-MAIL:institut@mueller-tyl.at
WEB: www.mueller-tyl.at

“Ein neuer Behandlungsweg”
Die Rolle der Hormone in der Entstehung der Cellulite ist seit Langem bekannt. Immer wieder gab es insbesondere Ansätze, durch das Aufbringen von Testosteron, die Situation günstig zu beeinflussen, allerdings sind hier lokale androgene und systemische Nebenwirkungen nicht auszuschließen. Exakt das war der Hintergrund, warum wir nach einem neuen Steroid-Molekül gesucht haben, das zwar den erwünschten lokalen Einfluss ausüben sollte, allerdings ohne die unerwünschten Nebenwirkungen.Fündig wurden wir mit dem Wirkkomplex „Quadrollol®“ – chemisch 17-O-Azetyl-4-Hydroxy-Androsten-3-on (17-AHA) und Phytosterole – wie es im Kosmetik-Produkt „Cellea“ zur Anwendung kommt.
Wesentlich ist in diesem Zusammenhang, klarzustellen, dass das 17-AHA im Quadrollol® keinesfalls mit Testosteron (T) verwechselt werden oder als ein wirkungsidenter Abkömmling betrachtet werden darf.
Das 17-AHA des Quadrollol® wird bereits in den Keratinozyten der Epidermis vollständig verstoffwechselt und als Glukuronid zur Ausscheidung vorbereitet. Sollte 17-AHA in das Blut gelangen, verschwindet es sechs mal schneller als T; zudem ist seine androgene Potenz zehn mal geringer. Die Konzentration überschreitet keinesfalls 0,2 nmol/l, welche nicht messbar ist.
Die Keratinozyten sind das größte Stoffwechselorgan des Körpers, u. a. sind sie auf den Stoffwechsel von Sterolen spezialisiert. Bei den vielfältigen Reaktionen mit 17-AHA entstehen Bedingungen, die den Kollagengehalt in der Epidermis steigern. Dies drückt sich auch in einer Kräftigung der Basalmembran, der die Keratinozyten aufsitzen, aus. Dadurch wird das Hautoberflächenrelief geglättet und somit das Erscheinungsbild der Cellulite deutlich gebessert. Die Glättung kann quantitativ durch die Messung der Oberfläche der in die Epidermis vorstoßenden Läppchen des Unterhautfettgewebes erfasst werden. Dies kann als Verjüngungsprozess verstanden werden, der auch Auswirkungen auf die tiefe von Hautfalten hat.
Zusammenfassend kann daher gesagt werden: Die gesamte zugeführte Menge Quadrollol® wird bereits in den Keratinozyten vollständig inaktiviert und zur Ausscheidung vorbereitet. Durch die Summe der Stoffwechselprozesse wird in den Keratinozyten die Kollagensynthese gefördert, und eine deutliche Festigung der Haut erfolgt.
Die dem Wirkmechanismus zugrundeliegenden Stoffwechselvorgänge führen dazu, dass Quadrollol® weder zu „Testosteron & seinen Estern“ noch zu „Stoffen mit androgener Wirksamkeit“ oder „Antiandrogenen mit Steroidgerüst“ zugeordnet werden kann. Erst diese „Nicht-Zuordnung“ lässt es zu einem kosmetisch einsetzbaren Stoff werden. Andernfalls wäre es ein systemisch wirksamer Testosteron-Verwandter, der in derartigen Präparaten lt. EU-Richtlinien nicht zum Einsatz kommen darf.
Univ. Prof. Dr. med. Heinrich Wieland
Prof. für klninische Chemie, Medizinsche Universitätsklink Freiburg
D-79271 St. Peter, In der Wiehre 13
T: +49 761 5036614
M: info@hw-asset.de

“Wirksamkeit und Sicherheit”
Etwa 85% aller Frauen über 20 haben Cellulite wechselnden Ausmaßes. Es handelt sich hierbei um eine noch aus der Steinzeit stammende physiologische Ansammlung von Fett in lockerem Bindegewebe: sowohl sollen gespeicherte Kalorien für eine Schwangerschaft mit nachfolgender Stillperiode ausreichen, als auch muss die Haut die notwendigen Dehnungen in der Schwangerschaft leisten. Dieser Zustand ist etwas anderes als Fettsucht, bei der lediglich die Fettzellen anschwellen. In den letzten Jahren hat sich immer deutlicher herausgestellt, dass es sich bei der Cellulite um einen kombinierten unerwünschten Zustand von Unterhautfettgewebe und Hautbindegewebe handelt.
Die Sterole des Quadrollols® bestehen aus einer Reihe von Substanzen identer Ringstruktur mit etwas abweichenden Seitenketten. Die Ringstruktur entspricht jener des Cholesterins. In der Natur werden die Sterole ausschließlich von Pflanzen gebildet - als nicht verseifbare Anteile von Fetten bzw. Ölen. Als Rohmaterialien dienen Nebenprodukte der papierverarbeitenden Industrie und des Soja-Öls. Bereits in den Keratinozyten ist Quadrollol® umfangreichen Stoffwechselvorgängen ausgesetzt. Daher wird das gesamte Quadrollol®, das auf die Haut aufgebracht und resorbiert wird, schon in den Keratinozyten – also der obersten Hautschicht - abgebaut.
Es kommt bei der Anwendung zu einer lokalen Steigerung der Kollagensynthese in den Keratinozyten und damit zu einem Anstieg des bindegewebigen Anteils der Haut. Quadrollol® (Produktname Cellea®) bringt Cellulite nicht zum „Verschwinden“, sondern es kommt zu einer spürbaren, temporären, aber deutlichen Verbesserung des Erscheinungsbildes der Haut.
Um eine androgene Tendenz des Quadrollols® auszuschließen, wurde es im Hershberger-Assay (nach OECD-Protokoll) geprüft. Der Hershberger-Test ist die internationale Standardmethode zur Überprüfung einer fraglichen anabol/androgenen Wirkung von Substanzen. Aufgrund dieser Untersuchungen kann eine systemisch androgene Wirkung ausgeschlossen werden.
In verschiedenen Studien an orchiektomierten Ratten wurde ein eventueller kompetitiver Mechanismus zwischen Quadrollol® und Testosteron geprüft: Quadrollol® beeinflusst die Wirkung von Testosteron in keiner Weise
Die Sicherheit von Quadrollol® beruht auf einem ausgeprägten „First-Pass-Effekt“ bereits innerhalb der Keratinozyten, ähnlich dem des Progesteron. Theoretisch könnte es zu maximalen Blutspiegeln von 0,5 nmol/l kommen, welche noch physiologisch wären. Da jedoch Quadrollol® bereits in der Haut völlig inaktiviert wird, kommt es nicht zu messbaren Blutspiegeln. Der Abbaumechanismus entspricht dem des von DHT (Dihydrostestosteron).
In der Summe lässt sich daher sagen, dass die Anwendung von Cellea® eine deutliche und ursächliche Besserung des dermatologischen Erscheinungsbildes der Cellulite und der Haut erbringt, ohne dass es zu lokalen oder systemischen Androgeneffekten kommt.
Dr.in Gerrit Schlippe
FÄ f. Dermatologie
Dermatest GmbH
D- 48143 Münster, Engelstraße 37
M: dr.schlippe@dermatest.de




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