PRESSEINFO – 28.1.2009 – no embargo



Betrifft 2 Mio. Frauen in Österreich


Die häufigste Beschwerde, mit der Frauen in die gynäkologische Praxis kommen, ist die so genannte Bakterielle Vaginose. Dabei handelt es sich um ein Überwuchern „anaerober“ (nicht auf Sauerstoff angewiesen) Keime in der Scheide. Charakteristischer Ausfluss, Brennen, Rötung, leichte Schmerzen und ein unangenehmer Geruch – das sind jene Symptome die darauf hinweisen. Wenn überhaupt Symptome auftreten . . .!


Rund 70 % der Frauen machen im Laufe ihres Lebens eine Pilz-Infektion durch, 50 % dieser Frauen mehrfach. Und 5 bis 8 % leiden an einer rezidivierenden Candidose (Pilzinfektion) mit mehr als vier Episoden jährlich. Bakterielle Infektionen treten bei 50 % der Frauen auf. Die Betroffenen sind zumeist im sexuell aktiven Alter, zwischen 14 und 50. Das sind laut Statistik Austria in Österreich rund 2 Mio. Frauen.


Wir werden in den nächsten Wochen die Situation dieser „Volkskrankheit“ genauer unter die Lupe nehmen, denn die Folgen sind vielfältigt und zum Teil gefährlich. So gehen 70% der Frühgeburten auf die Bakterielle Vaginose zurück, weitere potentielle Folgen sind Unfruchtbarkeit oder die Chronifizierung des Leidens.


Unter die Lupe nehmen werden wir aber auch die Tatsache, dass es zu der Mehrheit der Präparate, die in der Lokaltherapie zur Anwendung kommen, offenbar keine Studien gibt. Und wir werden uns um die Beantwortung der Frage bemühen, ob in Zeiten steigender Antibiotika-Resistenzen in der Lokaltherapie Antibiotika überhaupt noch zeitgemäß oder vielleicht gar obsolet sind.


Zu Wort kommen werden vorwiegend heimische ExpertInnen und Proponenten verschiedener medizinischer Fachgesellschaften. Eine Pressekonferenz am 19.3 2009, 9.30h, ORF-RadioKulturtCafe, wird dann versuchen, den aktuellen Stand des Wissens zusammenzufassen.