Donnerstag, 24.3.2011

9:30 - 10:30h, Radiokulturcafe im Radiokulturhaus

"AKTUELLE FRAUENMEDIZIN 2011"

Jahres-Pressekonferenz des Berufsverbandes Österr. GynäkologInnen

Volles Haus und tolle Beiträge


PROGRAMM

„Präventivmedizinische Aspekte der Frauenheilkunde“
Dr. Michael Elnekheli (Wien)

„Zyklusstörungen—hormonfreie Therapie & Prävention“
Univ. Prof. Dr. Doris Gruber (Wien)

„Hormonfreie Verhütung—Warum?“
Dr. Maria Riedhart– Huter (Wörgl)

„Notfallverhütung—Wann doch zur ÄrztIn?“
Ass. Prof. Dr. Daniela Dörfler (Wien)

„Reifungsfaktor Omega-Fettsäuren“
Prim. Univ. Prof. Dr. Karl Zwiauer (St.Pölten)



Dr. Michael Elnekheli
FA f. Gynäkologie, Präsident des Berufsverbandes Österr. GynäkologInnen
1160 Wien, Thaliastr. 102/3/7
Telefon: 0043/1/481 21 21
Mail: michael.elnekheli@web.de

Präventivmedizin und Frauenheilkunde

Die frauenärztliche Tätigkeit in der Praxis ist wie in keinem anderen Fachgebiet, ausgenommen der Allgemeinmedizin, besonders stark mit präventivmedizinischen Themen verknüpft. Von der Verhütungsberatung bis zur Vorbeugung einer Osteoporose erstreckt sich ein weites Spektrum an Vorsorgemöglichkeiten, die unser Betätigungsfeld charakterisieren. Wie ist es dazu gekommen, dass ausgerechnet ein operatives Fach mit stark kurativer Prägung sich derartig gewandelt hat? Es ist zweifellos so, dass wir, um die Frage zu beantworten, 50 Jahre in die Vergangenheit zurückblicken müssen, also in die Zeit zweier großer Entdeckungen der Medizingeschichte. Mit den Arbeiten von Papanicolaou und den prominenten Endokrinologen, die den Weg für die Entwicklung einer hormonellen Antikonzeption bereiteten. Mit diesen beiden Tools konnte die Frauenheilkunde ein völlig neues Betreuungskonzept aufbauen: kontinuierliche und lebenslange Krebsvorsorge und Langzeitberatungskompetenz in allen Fragen der Konzeption und Kontrazeption.

Die Einzigartigkeit dieser Arzt-Patientinnenbeziehung hat die Voraussetzung dafür geschaffen, FrauenärztInnen als PräventivmedizinerInnen zu etablieren.

Wenn wir in der täglichen Praxis heute mehr anbieten als nur gynäkologische Krebsvorsorge, dann in erster Linie deshalb, weil es ein primäres Anliegen der Frauen ist, jene/n Mediziner/in anzusprechen der niederschwellig erreichbar ist und zu dem/der eine vertrauensvolle Bindung bereits besteht. Eine echte Dienstleistung also die sich an Kundinnenwünschen orientiert.

Eine gynäkologisch gescreente Patientin könnte also von einem präventivmedizinisch geschulten Frauenarzt mehrfach profitieren, ein - wie ich glaube - essentieller Ansatz für gesundheitspolitische Überlegungen.

Von der Möglichkeit zur Pflicht

Wer eine solche Position im Gesundheitswesen inne hat, trägt auch Verantwortung für eine salutogenetische Betreuung der anvertrauten Patientinnen. Ausbildung und Weiterbildung müssen dieser Rolle gerecht werden. Auch im Hinblick auf ein glaubwürdiges Auftreten in der Öffentlichkeit, will man sich nicht dem Vorwurf aussetzen, dass präventivmedizinische Inhalte in unserer Grundausbildung eigentlich weitgehend fehlen.

In Zusammenarbeit mit der österreichischen Liga für Präventivmedizin (Österreichisches Grünes Kreuz –ÖGK) und unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. DDr. Johannes Huber startet der BÖG am 6.Mai 2011 daher den ersten Lehrgang für Präventivmedizin in der Frauenheilkunde.

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Univ. Prof.in Dr.in Doris Gruber
Univ. Frauenklinik Wien, AKH
A-1090 Wien, Währinger Gürtel 18-20
Ordination: 1050 Wien, Wiedner Hauptstr. 95
T: 0664- 407 2066 ; M:doris.gruber@meduniwien.ac.at


Zyklusstörungen – hormonfreie Therapie und Prävention

Der weibliche Zyklus folgt einem komplexen System von hormonellen Regelkreisen. Der Hypothalamus regelt mittels Dopamin und GnRH (Gonadotropin Releasing Hormone) über die Hypophyse sowohl das Prolaktin als auch die Gonadotropine LH (Luteotropes Hormon) und FSH (Follikel Stimulierendes Hormon). Prolaktin stimuliert die Brustdrüse und ist eine der Voraussetzungen für die Laktation. Die Gonadotropine bewirken am Ovar den Follikelaufbau und die Gelbkörperbildung, via Östrogen und Progesteron wird an der Gebärmutterschleimhaut deren Auf- und Umbau bewirkt.


Einer Zyklusstörung liegt nun eine – wie auch immer geartete – Störung des hormonellen Gleichgewichts zugrunde. Dem können anatomisch-funktionelle Fehlfunktion endokriner Drüsen zugrunde liegen, aber auch Belastung mit Distress oder die Wechselwirkung mit Arzneimitteln kann ursächlich beteiligt sein. Die Frau erlebt das als Zyklusunregelmäßigkeit mit oder ohne Mastodynie (Brustspannen) oder PMS (Prämenstruelles Syndrom). Die Symptome der Zyklusstörungen sind vielfältig: Veränderungen in Häufigkeit, Dauer oder Intensität der Monatsblutung, schmerzhafte Menstruation, abweichende Hormonwerte, Prolaktinanstieg und sogar Unfruchtbarkeit. Zur Diagnose dienen Anamnese und Zykluskalender, die gynäkologische Untersuchung (US, Ovar, EM) sowie die Hormonspiegelmessung.


Therapeutisch wurden früher vorwiegend orale Kontrazeptiva eingesetzt. Allerdings gibt es immer wieder Frauen, die eine Hormongabe ablehnen, und solche, bei denen sie ohnehin kontraindiziert ist. Hier kommen dann pflanzliche Präparate wie Mastodynon® (2x1Tbl.) zum Einsatz, das aus sechs arzneilich wirksamen Bestandteilen mit spezifischen Subwirkungen besteht. Zu diesem Präparat gibt es auch Studien, die die Wirksamkeit belegen. Etwa eine multizentrische Studie an 1307 Frauen mit Zyklusstörungen über 3 Monate, die durch monatliche ärztliche Befragung durchgeführt wurde. Nach 3-monatiger Behandlung lag hier die Erfolgsrate bei bis zu 82%. Interessant auch eine Untersuchung, die sich direkt an 114 betroffene Ärztinnen richtete. 91% der Ärztinnen berichteten eine deutliche Verbesserung der Symptome oder sogar komplette Symptomfreiheit.


Die potentiellen Nebenwirkungen sind harmlos und vorübergehend. Vorsicht ist lediglich bei der Einnahme von Medikamenten geboten, die am Dopamin-Rezeptor-System ansetzen wie etwa bestimmte Anti-Depressiva. Das lässt dieses Präparat als eine gute Alternative erscheinen, wenn eine Intervention mit Hormonen nicht erwünscht oder kontraindiziert ist.
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Dr. Maria Riedhart-Huter
FÄ f. Gynäkologie,
A-6300 Wörgl, J.u.G. Rainerstr. 5
Telefon: +43 (0) 5332 75210
Mail: info@meine-frauenaerztin.at

Warum hormonfreie Kontrazeption?

Eine Frau mit Kontrazeptionswunsch steht heute einer Fülle von Möglichkeiten gegenüber. Laut Generation and Gender Survey 2008/2009 sind die drei häufigsten Verhütungsmethoden, die 18 bis 45-jährige Frauen in einer Partnerschaft anwenden, die Pille (44,5%), das Kondom (21,4%) und die Kupfer- oder Hormonspirale (17,2%). 


Durch das höhere Krebsrisikobewusstsein in Bezug auf Hormone aus dem Bereich der Hormonersatztherapie gibt es aber eine wachsende Zahl an Frauen, die in der Familienplanung keine Hormone mehr einsetzen wollen, um diese externe Intervention in ihren Organismus zu vermeiden. Das sind vermehrt besonders junge Frauen, die noch nicht geboren haben. Ihnen kann man erst seit Kurzem mit dem Verhütungskettchen (Gynefix®) eine entsprechend sichere Methode anbieten, die nach dem Prinzip einer Spirale funktioniert. Herkömmliche Spiralen gelten vielfach als ungeeignet für die Anwendung an Frauen, die noch nicht geboren haben. Durch die Kleinheit des Kupferkettchens ist diese Art „Minispirale“ aber unbedingt auch für Nulliparae absolut geeignet. Ich selbst war von dieser Innovation derart begeistert, dass ich selbst auch Gynefix®-Trägerin bin.


Es gibt aber leider immer wieder Frauen, die eine hormonelle Verhütungsmethode anwenden, obwohl sie das aus klaren medizinische Gründen nicht tun sollten. Und das, obwohl uns die WHO verpflichtende Kriterien auferlegt hat, wann Hormone nicht eingesetzt werden dürfen. 


Ein sehr wichtiges Ausschlusskriterium ist die so genannte APC-Resistenz oder Faktor-V-Leiden-Mutation, die vor jeder Verordnung einer hormonellen Kontrazeption ausgeschlossen werden sollte. Es kommt dabei zu einer vermehrten Thromboseneigung, die durch die Pille intensiviert werden kann. Es ist dies die häufigste Blutgerinnungsstörung. In Europa sind etwa 5 % der Bevölkerung heterozygote Träger der FVL-Mutation; 0,05-0,5 % sind homozygote Träger, die je ein mutiertes Allel von Vater und Mutter geerbt haben.

Seitens der WHO wurden sind Klassen von Beurteilungskriterien vorgegeben. Klasse 1 bedeutet „keine Einschränkungen“ – Klasse 4 steht für „Nein“. Vor dem Hintergrund einer potentiellen Beeinflussung der Blutgerinnung stehen auf der „NO“-Liste der WHO folgende Erkrankungen oder Rahmenbedingungen: bekannte Venenleiden, Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit, Diabetes, Schwangerschaft und Stillperiode, Lebererkrankungen, Kopfschmerzen mit fokalen neurologischen Symptomen, chirurgische Eingriffen mit längerer Immobilisation, ein Alter von mehr als 35 Jahren und Zigarettenkonsum – bei jungen Frauen leider häufig von mehr als 20 Zigaretten täglich. Hier sollte man auf Seite der Lebensstilfaktoren noch das Übergewicht hinzufügen. Weiters können Interaktionen mit Arzneimitteln wie beispielsweise viele Antibiotika eine Einschränkung darstellen. Auch nach Anwendung einer Notfallkontrazeption ist der Einsatz einer nicht hormonellen Kontrazeptionsmethode indiziert.


Daraus ergibt sich ein natürlicher „Bedarf“ nach nicht hormonellen Kontrazeptionsmethoden und die Frauen sollten darüber unbedingt Bescheid wissen. Mit dem Verhütungskettchen können wir nun allen Frauen, uneingeschränkt von deren Alter oder Geburtsstatus, eine entsprechend nebenwirkungsarme und sichere Methode anbieten.

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Ass.Prof.in Dr.in Daniela Dörfler
Univ. Frauenklinik Wien, AKH
A-1090 Wien, Währinger Gürtel 18-20
T: 01/676 /4290 445; M:daniela.doerfler@meduniwien.ac.at

Notfallverhütung – wann doch zur ÄrztIn?

Als Kontrazeption bezeichnet man Präventivmaßnahmen zur Verhinderung einer Schwangerschaft. Sie werden in der Regel – wie beispielsweise die „Pille“ – präkoital eingesetzt. Als Notfall/Akut/Sofort-Kontrazeption bezeichnet man derartige Präventivmaßnahmen, die NACH dem Geschlechtsverkehr gesetzt werden – wie eben die „Notfall-Pille“ oder „Pille danach“. 


Als Gründe werden angegeben Anwendungsfehler bei Kondom oder oraler Kontrazeption, spontaner ungeschützter Verkehr und Vergewaltigung.


Die beiden grundsätzlichen Möglichkeiten bieten sich in einer mechanischen Verhütung oder der Gabe eine „Notfall-Pille“ – also einer hormonellen Ovulationshemmung. Bereits seit Ende der 1990er-Jahre stehen entsprechende Präparate mit dem Schwangerschaftshormon Levonorgestrel zur Verfügung. Mit Ende 2009 kam ein wesentlich wirksameres, speziell entwickeltes Produkt mit dem Inhaltsstoff Ulipristalacetat (ellaOne® - lt. AMG Nennung nur in Fachmedien zulässig) hinzu. Die mechanische Methode besteht in der Einlage einer Kupferspirale bis 5 Tage postkoital. Der Effekt besteht in einer Verhinderung der Nidation und nicht in einem induzierten Abortus. Die Schwangerschaftsrate lässt sich dabei von 1:50 auf 1:4,5 senken. 


Gleichzeitig mit der Einführung von ellaOne® wurde die Levonorgestrel-Notfallpille „Vikela®“ aus der Verordnungspflicht herausgenommen und ist rezeptfrei erhältlich. Kurz nach dem Ereignis ist sie gleich wirksam wie das neue Präparat, nach 12 Stunden liegt die spezielle Notfallpille deutlich besser hinsichtlich ihrer Effektivität. Der Wirkmechanismus beruht auf einer Hemmung bzw. Verzögerung der Ovualtion. Das gilt im Wesentlichen für alle hormonellen Notfallpillen. NICHT beeinflusst wird eine bereits erfolgte Nidation oder schon eingetretene Schwangerschaft.


Wann aber soll ärztlicher Rat in Anspruch genommen werden? Sicherlich, dann, wenn ein Zeitfenster von 72h oder mehr Stunden vorliegt. Allerdings schützt die rezeptpflichtige Notfallpille bereits nach mehr als 12h besser als rezeptfreie. Selbstverständlich, wenn eine hormonfreie Notfallverhütung gewünscht wird. Spezielle Patientinnengruppen sind Frauen mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion. Hier wird die Anwendung nicht empfohlen. Aus Sicht der Studien, die nur an Frauen ab 18 Jahren durchgeführt wurden, sollten auch die jüngeren Frauen zum Frauenarzt, ehe sie eine Notfallpille einsetzen. Aber das ist aus der Praxis heraus kaum realisierbar. Klare Gegenanzeigen wären Empfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Schwangerschaft oder Stillperiode. Mit einer Abnahme der Wirksamkeit muss gerechnet werden, wenn gleichzeitig Medikamente eingenommen werden, die das Leberenzym CYP3A4 induzieren wie etwa verschiedene Antibiotika, Carbamazepin oder auch Johanniskraut, das vielfach ohne ärztliches Wissen eingesetzt wird. Speziell für Ulipristalacetat gilt, dass bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten, die dem Magen-pH verändern (Antazida, H2-Antagonisten, Protonenpumpenhemmer) die Wirkung von Ulipristalacetat vermindern kann. Alle „Notfall-Pillen“ vermindern die Zuverlässigkeit der oralen Kontrazeption und daher sollte kurzfristig eine zuverlässige Barrieremethode eingesetzt werden.


Zusammenfassend ergeben sich also eine Vielzahl von Gründen, aus denen trotz der freien Verfügbarkeit der „Levonorgestrel-Notfallpillen“ eine ärztliche Konsultation empfehlenswert erscheint.

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Prim. Univ.-Prof. Dr. med. Karl Zwiauer
Landesklinikum St. Pölten, Abteilung für Kinder & Jugendheilkunde
3100 St. Pölten, Propst-Führer-Strasse 4
Tel.: 02742 - 300 – 13506, Fax: 02742 - 300 – 13519, Email: karl.zwiauer@stpoelten.lknoe.at

Reifungsfaktor Omega-Fettsäuren

Mehrfach ungesättigte Omega-Fettsäuren nehmen bei der Entwicklung des Zentralnervensystems und neuronaler Strukturen eine Schlüsselrolle ein. Sie sind eine wichtige strukturelle Komponente neuronaler Zellmembranen, aber auch essentiell für die Myelinisierung, also der Ausbildung der Nervenhülle. Weiters finden sich auch hohe Konzentrationen in der Retina und in Phtotorezeptoren.


Zusätzlich zu diesen Strukturellen Aufgaben haben sie auch wichtigen funktionelle Bedeutung wie etwa bei der Signalleitung zwischen Nervenzellen oder im Gehirn als wesentlicher Bestandteil des Dopamionstoffwechsels – vor allem im fronto-cortico-striatlen System. Sie regeln den Blutfluss im Gehirn sowie die Oxygenierung und sind ein neuronaler Apoptose-Schutzfaktor.


Langkettige ungesättigte Fettsäuren sind damit entscheidend für die frühkindliche Gehirnentwicklung in Bezug auf die kognitiven Entwicklung und Funktion. Zusätzlich haben sie neurostabilisierende Wirkung.


Speziell AA (Arachidonsäure) und DHA (Docosahexaensäure) sind entscheidend für eine normale unterine Gehirnentwicklung. Dabei ist AA involviert in die Zellteilung, die Leitung von Zellsignalen und als Vorstufe von Entzündungsmediatoren (Prostaglandinsynthese). DHA ist besonders angereichert in der Netzhaut und in den Phospholipiden des Gehirns. Daraus ergibt sich ihre Bedeutung für die visuelle Funktion, neuronale Funktionen und den Neurotransmitter-Stoffwechsel.


Prä- und perinatal finden wir eine beträchtliche Speicherung von von ω-3 LC-PUFA (langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäuren) und DHA im Gehirn und membranreichen Geweben. Die Anreicherung von AA hingegen postnatal. Daraus ergibt sich, dass eine optimale Gehirnfunktion von der ausreichenden Zufuhr dieser Omega-3-Fettsäuren abhängig ist.


Die Versorgung des Feten ist von der ausreichenden Versorgung der Mutter abhängig. Eine gezielte Anreicherung von DHA sowie EPA (Eicosapentaensäure) kann dabei über die Nahrung und besser kontrolliert über Supplemente erfolgen und ist von erheblichem biologischen Nutzen für den Feten.


In der sogenannten ALSPAC-Studie an 11.875 Frauen führte die Aufnahme von weniger als 340g Fisch pro Woche führte zu erhöhtem Risiko eines niedrigen verbalen IQ und suboptimalen Ergebnissen hinsichtlich Feinmotorik, Kommunikationsfähigkeit und sozialer Entwicklung.

Bereits 2007 kam es zu klaren Empfehlungen einer Konsensuskonferenz zu diesem Thema: Schwangere und Stillende Frauen sollen 200 mg Docosahexaensäure (DHA) pro Tag konsumieren. Die Aufnahme von bis zu 1 g DHA/Tag bzw. 2,7 g langkettige mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren (LCPUF) zeigte bei randomisierten Studien keine negativen Effekte. Frauen im gebärfähigen Alter sollen eine bis zwei Portionen Seefisch pro Woche, inkl. Fette Fische essen. Für Frauen die selten bzw. nie Fisch essen, wird die Verwendung von Omega-3-Fettsäure-Supplementen empfohlen. Die Aufnahme von DHA-Vorstufen (α-linolenic acid, α-Linolensäure, ALA) ist bei weitem weniger effektiv hinsichtlich der Speicherung von DHA im Gehirn des Feten. Schwangere und Stillende Frauen sollen 200 mg Docosahexaensäure (DHA) pro Tag konsumieren. Die Aufnahme von bis zu 1 g DHA/Tag bzw. 2,7 g langkettige mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren (LCPUF) zeigte bei randomisierten Studien keine negativen Effekte.

Zusammenfassend kann daher gesagt werden, dass eine ausreichende Versorgung von Schwangeren eine entscheidende Bedeutung für den neuronalen Gesundheitszustand des Kindes hat



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