Pressekonferenz

"Verjüngte Haut"

Mittwoch 28.10.2009, 09:30h -  10:30h

Presseclub Concordia, 1010 Wien, Bankgasse 8

Arbeitsgemeinschaft Operative Dermatologie

Pressekonferenz zur Jahrestagung 2009


Programm

Univ. Prof. Dr. Kornelia Böhler

"Vorstellung der AOD- Die Jahrestagung"

Univ-Prof. Dr. Sanja Schuller -Petrovic

"3-D Rejuvenation - Neue Wege in der ästhetischen Dermatologie"

Univ-Prof. Dr. Jolanta Schmidt

"Was können Säuren bei Aknenarben?"

Dr. Ulrike Just

"Fraxel Laser in der Rejuvenation - nur sanft oder auch effektiv?"

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" Vorstellung der AOD & Die Jahrestagung"


Die Arbeitsgemeinschaft für operative Dermatologie (AOD), Lasertherapie und Wundheilung gibt es – genau genommen - bereits seit einigen Jahren. In kurzen Worten darzustellen, welch umfassendes Feld unsere Tätigkeit abdeckt, ist nicht zuletzt aufgrund der rapiden medizinischen Entwicklung kaum möglich. Dennoch möchte ich es zumindest skizzenhaft versuchen, um Ihnen einen groben Eindruck zu vermitteln. Wir waren ursprünglich an der Grenze zwischen Dermatologie und Chirurgie angesiedelt. Aus diesen Wurzeln stammen die Teilbereiche Tumor und Venenchirurgie. Aber auch Wundbehandlung inkl. Verbrennungen, Lasertherapie oder Kosmetische Dermatochirurgie gehören zu unserem fachlichen Kompetenzfeld, um nur einige wichtige Beispiele zu nennen. Nicht vergessen sollte man noch die Narbenchirurgie sowie die Weichteilinfektionen der Haut.

Das Generalthema der Jahrestagung 2009, die am 4. Und 5. Dezember in Wien am AKH stattfindet, ist „Chemisches Peeling“. Daher auch in unserer Pressekonferenz ausgewählte Themen, die diesen Bereich fallen. Wichtig wäre dazu anzumerken, dass Peeling, wie Sie es vielleicht kennen, nicht nur aus „Schönheitsgründen“ angewendet wird, sondern natürlich auch im Rahmen einer medizinischen Indikation eingesetzt werden kann. Alles Weitere überlasse ich meinen Folgereferenten. Wir danken schon jetzt für ihre Berichterstattung und freuen uns auf Ihre Beiträge in den Medien.


Univ. Prof. Dr.- Kornelia Böhler
Dematolog.- Univ. Klinik Wien
1090 Wien, Währinger Gürtel 18-20
T: +43.(0)1.40400.7700
Email: kornelia.boehler@meduniwien.ac.at
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"3-D Rejuvenation – Neue Wege in der ästhetischen Dermatologie"

Zunächst eine Begriffsdefinition – 3 D steht einerseits für 3-dimensional, aber auch für die drei Schichten der Haut: Oberhaut – Lederhaut & Fettgewebe.

Es ist ein relativ neuer Ansatz, dass man den Alterungsprozess in allen drei Schichten dermatologisch berücksichtigt. Es finden sich jeweils schichtspezifische Charakteristika. In der Epidermis kommt es zu verstärkter Verhornung, so genannte Keratosen lassen sie matt und fahl wirken. Pigmentierungsstörungen sind für ein fleckiges Erscheinungsbild verantwortlich.

In der Lederhaut ist vor allem das Kollagen vom Altersprozess betroffen – sowohl hinsichtlich seiner Qualität als auch Quantität, Elastin, Hyaluronsäure und Durchblutung nehmen ab. Das Ergebnis ist eine entsprechende Faltenneigung.

Auch das Unterhautfettgewebe neigt vor allem um Mund und Augen sowie im Wangenbereich zur Atrophie. Diese Ptose erkennt man als „Versacken“ der betroffenen Regionen, in Schlaffheit, Tränensäcken und Hängebacken.

Die kunstgerechte therapeutische Verjüngung der Haut muss sich also analog mit allen Schichten befassen. Was die Oberhaut betrifft, ermöglichen neue Peelings mit besonderen Zusätzen nun eine wesentlich risikoärmere Anwendung. Konkret geht es um eine verbesserte Eindringtiefe bei gleichzeitig wesentlich verbesserter Sicherheit hinsichtlich von Säureschäden. Weitere Möglichkeiten sind der konventionelle Laser so wie das IPL-Verfahren. IPL steht hier für „Intense Pulse Light“, ein Verfahren, mit dem vor allem unerwünschte Pigmentierungsstörungen behandelt werden können.

In der Lederhaut heißt das Therapieziel „Verstraffung“ und Kollagenneubildung. Durch neue Peelings (ENERPEEL) werden zunächst die Verbindungen zwischen den Zellen aufgebrochen und dadurch ein tieferes Eindringen der Peelingsubstanz ermöglicht. Der damit gesetzte Entzündungsreiz führt schließlich zur Kollagenneubildung und Schrumpfung des Gewebes, wodurch es zu einem Lifting-Effekt kommt, der in diesem Fall ohne Skalpell erreicht wird. Überall dort, wo sich die Mimik „eingegraben“ hat, kann man diese Maßnahmen mit Filler- und Botoxunterspritzungen ergänzen.

Im Unterhautfettgewebe ermöglichen neue Produkte wie Macrolane®, Teosyal Ultimate oder Voluma® die Rekonstruktion des Fettgewebsverlustes und tragen so beispielsweise zur Korrektur von Hohlaugen oder gezieltem Wangenaufbau bei. Mann könnte auch körpereigenes Fett dazu einsetzen, vorausgesetzt dass der Patient über genügend Fettgewebe verfügt.

Durch die 3-D Rejuvenation werden sehr natürliche Verjüngungseffekte erzielt, die Verfahren sind minimal invasiv und konnen alle ambulant durchgeführt werden.




Univ. Prof. Dr. Sanja Schuller-Petrovic
Institut Venex, 1080 Wien, Alser Str. 47
T: +43.(0)1.402 1516, Email: schuller1@vienna.at
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"Was können Säuren bei Aknenarben?"

Tatsächlich sind Narben bei AknepatientInnen ein häufiges und gravierendes Problem. .Bei 70% der Betroffenen kommt es zur Abheilung unter Narbenbildung – ein lebenslang stigmatisierendes Problem.

Grundsätzlich unterscheiden wir dabei zwei Formen. Hypertroph überschießende Narben, die wir vor allem in Rücken und Brustbereich finden. Und atroph eingesunkene Narben, die nicht nur die bei Weitem häufigere Variante sind, sondern vor allem im Gesicht auftreten. Ein massiv es kosmetisches Problem mit massiven Auswirkungen auf die Lebensqualität der Betroffenen.

Eine der wichtigsten Therapieoptionen ist hier die Behandlung mit Säure. Konkret wir Trichloressigsäure (TCA) in unterschiedlichen Konzentrationen eingesetzt. Das Prinzip dabei ist die Verätzung des Epidermis, wodurch in den darunter liegenden Hautschichten der Dermis ein Entzündungsreiz gesetzt wird. In der Folge kommt es zur Kollagenneubildung und so zur Auffüllung der Narbendefekte binnen weniger Wochen.

Die damit erreichte Glättung der Haut ist unabhängig vom Lebensalter oder der Bestandsdauer der Narben vor dem Eingriff.

Die Konzentration der verwendeten TCA ist abhängig von der erwünschten Eindringtiefe und kann bis zu 50% gehen. Gelegentlich wird mit Salicylsäure kombiniert.

Es ist naheliegend, dass der Schweregrad der Narben das Kriterium für die Tiefe dieses Chemopeelings ist. Allerdings kann man zur Reduzierung der Belastung mit mehreren schonenden Eingriffen dasselbe Ergebnis erzielen wie mit einer radikalen Sitzung.

Und so läuft ein Peeling ab: nach einer Vorbereitung, die im Einzelfall auch eine Fieberblasenprohylaxe beinhalten kann, wird die Säure in der gewünschten Konzentration aufgetragen. Durch die Verätzung bildet sich auf der Haut ein weißer Schorf, der sich binnen einer Woche allmählich wieder ablöst. Darunter kommt deutlich rosige „junge“ Haut zum Vorschein. Die vorher trichterförmigen Narben sind deutlich abgeflacht. Wesentlich in der Nachsorge ist die Verwendung eines maximalen Lichtschutzfaktors bei Sonnenexposition über 6 Monate.

Die Vorteile der Methode liegen im Wegfall der Notwendigkeit einer Vollnarkose. Nicht zulet
zt durch die Wiederholung mehrerer schonender Peelings kommt es zu exzellenten Ergebnissen auch bei tiefen Narben.

Univ. Prof. Dr. Jolanta Schmidt
Dematolog.- Univ. Klinik Wien
1090 Wien, Währinger Gürtel 18-20
T: +43.(0)1.40400.7700
Email: jolanta.schmidt@meduniwien.ac.at
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"Fraxel Laser in der Rejuvenation - nur sanft oder auch effektiv?"

Laser sind in der Dermatologie nicht mehr wegzudenken. Vor allem in der Behandlung von „Hautalterung“ (Skin-Rejuvenation) gewinnen Laser immer mehr an Bedeutung. Hauptindikationen sind Sonnenschäden in Form von Pigmentflecken und Falten.

Ein relativ neues Therapiekonzept ist dabei der so genannte Fragsel-Laser. Mit diesem Lasersystem werden hunderte, mikroskopisch kleine photothermische Läsionen gesetzt. Die säulenartigen Gewebeschäden führen zu einer Stimulation der Kollagenbildung, die über den Ausgleich des Gewebedefektes hinausgeht.

Die Läsionen haben einen Durchmesser von bis zu 250µm mit einer Eindringtiefe von 300µm. In der Epidermis regenerieren die Keratinozyten ausgehend von den Stammzellen der Basalmembran. Ausmaß und Tiefe des photothermischen Defektes können über wählbare Parameter wie Wellenlänge Spot-Größe und Dichte sowie Energie variiert werden.

Die fraktionierte Lasertherapie selbst ist für den Patienten nur mit geringen Schmerzen verbunden und wird durch das Auftragen eines Lokalanästhetikums und Anwendung von Kälte während der Behandlung gut toleriert. Die Behandlung wird ambulant durchgeführt. Besonders erfreulich ist die mit 4-7 Tagen kurze Zeit, in der die Betroffenen ihrem gewohnten Tagesablauf nicht folgen können.

Unerwünschte Nebenwirkungen, wie postinflammatorische Hypopigmentierungen und Narbenbildungen, wie sie bei der klassischen ablativen CO2-Lasertherapie vorkommen, sind äußerst selten. 4-7 Tage nach der Behandlung können die Patienten wieder ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen.

Je nach klinischer Ausprägung und mit zunehmender Faltentiefe ist eine Steigerung der Energie und Spotdichte zur Verbesserung des Behandlungsergebnisses erforderlich, um Umbauvorgänge auch in tieferen Schichten der Dermis zu initiieren, jedoch ist bei einer höheren Spotdichte und applizierten Energie auch mit einer Zunahme an Nebenwirkungen zu rechnen.


Dr. Ulrike Just
Dematolog.- Univ. Klinik Wien
1090 Wien, Währinger Gürtel 18-20
T: +43.(0)1.40400.7700
Email: ulrike.just@meduniwien.ac.at