AWA-JAHRESTAGUNG IN SALZBURG (29.-30.4.2011)
BEDRÜCKENDE FAKTEN ZU AMPUTATIONEN
„EXPERTEN WARNEN“


PRESSEINFORMATION 29/4/2011


Wien. (medcoMMM). Anlässlich der gestrigen Kongresspressekonferenz der „Österreichischen Gesellschaft für Wundheilung (AWA)“ warnten Experten dreier Fachgesellschaften (Wundheilung, Orhopädie, Gefäßchirurgie) vor sorglosen Amputationen bei Diabetikern. Bedrückende Zahlen legte der AWA-Generalsekretär Univ-Prof. Dr. Gerald Zöch zur sogenannten Major-Amputation (Abnahme des Unterschenkels) vor:

- Perioperative Letalität: 20 - 36%, das heißt, dieser Prozentsatz stirbt unmittelbar

- Ca 40% aller Patienten sind nach Major - Amputation immobil und auf fremde Hilfe angewiesen

- 77% der Fuß - amputierten Diabetiker über 70 Jahre sind nicht in häusliche Pflege zu entlassen

- Nach 6,5 Jahren sind 75% aller Patienten mit Major - Amputationen verstorben

- Gleichzeitig sind die Amputationen in Österreich mit dem zuletzt erfassten Wert um jährlich über 10% angestiegen.

- Derzeit werden in Österreich jährlich rund 2.500 derartiger Eingriffe durchgeführt

- 70% der Betroffenen sind DiabetikerInnen

- Erschreckend auch die in Schweden errechneten hohen Behandlungskosten je Fall von 65.000 US$ (davon 77% Folgekosten) nach Amputation im Vergleich zu 16 - 27.000 US$ während eine 3 jährigen Behandlung ohne Amputation

- Gleichzeitig wird sich in der nächsten Dekade der Anteil der über 65-jährigen verdoppeln, jener der über 80jährigen verdreifachen.

- Die so genannte primäre Amputationsrate beträgt derzeit 43% - das heißt, hier wird gar nicht erst abgeklärt, ob eine andere Behandlungsoption sinnvoll wäre!

Die Jahrestagung der AWA (Austrian Wound Association, Österreichische Gesellschaft für Wundheilung) findet heute und morgen in Salzburg-Stadt statt.


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Kontakt: Univ. Prof. Dr. Gerald Zöch: 0664 356 4146

Unterlagen der Pressekonferenz: www.v-p-c.at/sinnlose_amputationen