PRESSEINFORMATION 05/07/2011
Notfallkontrazeption in die Single-Reiseapotheke!
Verhängnisvolle Leichtigkeit
Wien. (medcoMMM). - Mit Beginn der Reisezeit melden sich nochmals ExpertInnen zum Thema Notfallkontrazeption zu Wort. Sexualität ist von emotionalen Parametern bestimmt und lässt sich nicht steuern. Die „Sommerlaune“ entsteht durch die sonneninduzierte Bildung der „Glückshormons“ Serotonin und Sexualität lässt sich häufig nicht „planen“. Daher sollten Singles nicht darauf vergessen, ein entsprechendes Präparat zur Notfallkontrazeption in die Reiseapotheke zu packen – für alle Fälle.
Die Sommerzeit…..
Schon im 19. Jahrhundert formulierte Theodor Storm in seinem Gedicht „Juni“ das Thema im Stil seiner Zeit: „Leichtherzig ist die Sommerzeit! - Getändelt wird, geküsst, gefreit - Ein Kränzel auch wohl wird gemacht -An Hochzeit nimmer gern gedacht.“
Dazu Bettina Weidinger vom Institut für Sexualpädagogik in Wien: „Sexualität wird in erster Linie vom Genuss der Lust gespeist und nicht von kognitiven Höchstleistungen. Denken, Planen, Anwenden sind daher Themen, die zwar wunderbar zum Thema Verhütung, aber so ganz und gar nicht zur Lust passen. Das führt zu Fehlern in der Verhütung. Internationale Daten belegen, dass rund 20 % aller sexuell aktiven Personen ohne feste Partnerschaft gar nicht verhüten und sich weitere 20% ausschließlich auf das wenig sichere Kondom verlassen.“
Daraus resultiert ein enormes Potential für ungewollte Schwangerschaften, die zu einem bösen Erwachen aus dem Urlaubstraum führen können. Fehlmeinungen gibt es auch zum Kondom.
Sicherheits-Falle Kondom
Gesundheitspsychologin Mag.a Petra Schweiger aus Salzburg: „Die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung hat 2008 in dem Bericht „sich(er) lieben – Verhütungsbewusstsein und Verhütungsverhalten junger Klientinnen“ veröffentlicht, dass 85% der Mädchen das Kondom fälschlicherweise als sehr bzw. eher zuverlässiges Verhütungsmittel einschätzen, trotzdem mehr als die Hälfte der Mädchen bereits Erfahrung mit einem gerissenen oder abgerutschten Kondom gemacht hat!
Wir wissen, dass Kondompannen beim Sex gar nicht so selten sind. Jeden zweiten Mann hat´s schon erwischt und jeder Dritte hat es seiner Partnerin verschwiegen – und einfach weitergemacht, als sei nichts gewesen. Die Gründe: der nahende Orgasmus sollte nicht gefährdet werden (40%), die Verschwiegenen wollten die Verantwortung nicht tragen (33%) und die Partnerin nicht ängstigen (27%)“.
Eine Falle, auf die sich auch Single-Männer durch das Mitführen einer Notfallpille vorbereiten können. . . .
Was kann man tun?
DDr. Christian Fiala vom Wiener Ambulatorium Gynmed: „Wenn wir verreisen lassen wir uns vorher impfen, wir packen Elektrolytlösungen, Schmerzmittel und Antibiotika in die Reiseapotheke, aber auf die Notfallkontrazeption wird häufig vergessen!“
In Österreich hilft ggf. der Weg zu nächsten Apotheke, um sich die Notfallpille zu besorgen. Im Ausland allerdings können eine Reihe von Schwierigkeiten auftreten. Wo ist die nächste Apotheke? Wie erkläre ich mein Anliegen? Wie heißt dort die Notfallpille? Ist sie überhaupt frei verfügbar?
Fiala: „All diesen Problemen kann man entgehen, wenn man die Notfallpille in die Reiseapotheke aufnimmt. Vorausschauendes Handeln ist besonders in der Sexualität notwendig, da diese im Vergleich zu anderen Tätigkeiten meist wenig Vernunft kontrolliert ist. Weil die meisten Menschen während der Sexualität sich und alles um sie herum vergessen wollen, sollte eine wirksame Verhütung am besten vorher ansetzen und unabhängig von der Sexualität funktionieren. Für die Erstversorgung eines Verhütungsunfalles ist eine rasche Versorgung mit einer Notfall-Verhütung unerlässlich.“
Das in Österreich in allen Apotheken frei verfügbare Präparat „Vikela“ auf Levonorgestrel-Basis bietet die höchste kontrazeptive Sicherheit binnen der ersten 12 Stunden.
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Service/Kontakte:
DSA Bettina Weidinger
Österreichisches Inst. f. Sexualpädagogik (ISP), 1190 Wien, Sollingerg. 23/22,
Tel.: +43 – (0)1 – 328 6630; Mail: team@sexualpädagogik.at
Mag.a Petra Schweiger
Klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin – Salzburg
e-mail: petra.schweiger@hotmail.com
mobil: 0699!12203995
DDr. Christian Fiala
Gynmed Ambulatorium
A-1150 Wien, Mariahilfergürtel 37
Tel. 0699 15 97 31 90
e-mail: christian.fiala@aon.at
www. verhuetungsmuseum.at
www.gynmed.at